interaktiv

FSJ in Nicaragua

"Und wie hat's dir gefallen?" (Teil 2 von 2)

Blick auf eine Straße, auf der ein gelber Bus und ein Mann mit Esel zu sehen ist.

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

23.02.2010

Aber ebenso gibt es Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Auch wenn ich mich schon ziemlich gut an die “lateinamerikanische Pünktlichkeit” gewöhnt habe, ärgert es mich immer noch manchmal, wenn mir ein Freund sagt “Ich komm dann so um fünf vorbei” und um neun Uhr mein Telefon klingelt und er meint, dass er mich jetzt wahrscheinlich nicht mehr besuchen komme, denn es sei ja schon recht spät. Da habe ich ab und zu dann doch die deutsche Zuverlässigkeit vermisst.

Eine weitere Sache ist der “Chisme”, also der Tratsch und Klatsch. Ich verstehe einfach nicht, wieso manche Personen so viel Müll erfinden, nur weil sie es nicht aushalten können, jemanden glücklich zu sehen. So hat es mich doch sehr verletzt, als mir klar wurde, dass man hier mit der Auswahl seiner Freunde aufpassen muss, da es nur wenige gibt, die deine wirklichen Vertrauten sind.

Und so lächerlich es klingt. Ich freue mich jetzt schon darauf, richtiges Brot zu essen. Nicht nur dieses lätschige Weißbrot, von dem man nicht satt wird. Dafür aber habe ich gelernt, die traditionellen nicaraguanischen Gerichte über offenem Feuer zu kochen.

Ihr seht, dass es in einem Jahr immer schöne und traurige Erfahrungen gibt. Aber ich weiß, dass ich es immer wieder machen würde und jedem ein FSJ im Ausland nur empfehlen kann, da man viel über sich und diese Welt lernt.


Foto: Privat

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