interaktiv

FSJ in Nicaragua

Kulturschock Honduras

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

31.03.2010

Mein eigenes Haus, mit Bad und allem drum und dran! Ich konnte es nicht fassen! Ich war nicht weit von der nicaraguanischen Grenze entfernt und doch war alles so anders! Auf der einen Seite war Christians Familie so nett und herzlich, wodurch ich mich von Anfang an wie zu Hause fühlte. Und es war auch schön, endlich wieder warmes Wasser zum Duschen zu haben, ohne Kakerlaken und Riesenspinnen zu leben und mehr als nur Reis mit Bohnen zu essen.

Aber auf der anderen Seite war alles so anders und irgendwie vermisste ich Nicaragua mit seinen Menschen, die kleinen Straßen mit den bunt gestrichenen Häuschen, den großen See und die Sonnenuntergänge, einfach alles. Es war ein ganz komisches Gefühl, plötzlich in eine so wohlhabende Gesellschaft geworfen zu werden. Der kleinste Komfort erschien mir wie der größte Luxus. Allein die Tatsache, dass es ein richtiges Dach gab und keine Wellblechdecke, durch die es hineinregnete, kam mir wie etwas Besonderes vor.

Irgendwie hatte ich nie einen richtigen Kulturschock erlebt, als ich nach Nicaragua gekommen war. Ich hatte mich ja schon durch Bilder und Berichte anderer Freiwilliger darauf eingestellt gehabt, aber so plötzlich wieder in dieser reichen Welt zu sein, von einem Tag auf den anderen, das war etwas ganz anderes. Jetzt wusste ich, was ein Kulturschock war. Ich steckte mittendrin.

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