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FSJ in Nicaragua

Parasiten, Amöben, Nierenentzündung?

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

23.04.2010

Am darauf folgenden Morgen erzählte ich Christians Eltern, was mir passiert war. Besorgt durchsuchten sie gleich die gesamte Hausapotheke nach Medikamenten und versicherten mir, dass ich bald wieder gesund sein würde.

Doch das war nicht der Fall. Von Tag zu Tag ging es mir schlechter. Die Magenkrämpfe und der Durchfall hielten an. „Vielleicht sind es Parasiten“, meinte Christians Vater. Das konnte ich eigentlich kaum glauben, da ich mich erst einen Tag vor meiner Abreise in San Carlos hatte entparasitieren lassen. Da das Leitungswasser dort so verschmutzt ist, muss man alle drei Monate Tabletten einnehmen, um die Parasiten loszuwerden. Das hatte mir damals meine Gastfamilie erklärt.

Als ich mich nach einer Woche immer noch nicht besser fühlte, brachte mich Christians Mutter zum Arzt. Dort wurden mir verschiedene Blut-, Urin-, und Stuhlproben entnommen und als wir das Ergebnis am nächsten Tag erhielten, waren wir alle erstaunt. Weder Parasiten noch Amöben hatten die Ärzte gefunden und auch meine Blutwerte schienen in Ordnung zu sein. Dafür aber verkündete mir der Doktor, dass ich eine so starke Nierenentzündung hätte, dass sie sich mittlerweile schon auf meinen Magen auswirke.

Dieser Diagnose standen wir am Anfang sehr skeptisch gegenüber, da mir weder meine Nieren noch das Wasserlassen wehtaten. Allerdings ging es mir schlagartig besser, als ich begann, das mir verschriebene Antibiotikum einzunehmen. Und so konnte ich sogar noch meine letzten Tage in Tegucigalpa und Santa Lucía genießen.

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