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FSJ in Nicaragua

Die Zwieback-Apfelmus-Diät

Besorgt schilderte Erikas Mutter dem Arzt meine Symptome. Der hörte ihr aufmerksam zu, konnte aber für den Moment auch nichts anderes machen, als mir für den darauf folgenden Tag einen Termin zur Blutabnahme zu geben. Er wolle ein großes Blutbild erstellen, erklärte er. So blieb mir nichts anderes übrig, als schlafen zu gehen und den nächsten Morgen abzuwarten.

Als mich meine Freundin um sieben weckte, fühlte ich mich elender als zuvor. Während ich die Treppen zum Bad hinaufstieg, wurde mir plötzlich ganz schwindelig, so dass ich mich auf die Stufen setzen musste. Nachdem ich zittrig vom Duschen zurückgekommen war, machten wir uns schließlich auf den Weg zur Praxis. Sobald mir die Arzthelferin Blut abgenommen hatte, setzte sich der Doktor zu uns und erklärte mir, dass mein Magen anscheinend sehr gereizt sei und deshalb „entgiftet“ werden müsse. So dürfe ich innerhalb der nächsten drei Tage ausschließlich Zwieback, Apfelmus und Atole (einen Reiswasserbrei) essen.

Zum Schluss verabschiedete er sich mit den Worten: „Übermorgen sehen wir uns wieder. Dann habe ich deine Blutwerte, die uns hoffentlich weiterhelfen werden. Gute Besserung!“

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jun 14, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jun 14, 2010

FSJ in Tschechien

Von Abiturklausuren und anderen Stolpersteinen ...

Es ist Dienstagmorgen, 12:01 Uhr. Vor mir liegen vier dicht beschriebene Seiten mit Zahlen, Formeln, Zeichen und anderen mir vor einer halben Minute noch verständlich gewesenen Hieroglyphen. „Abgabe!“, tönt es vom Lehrerpult. Im Raum ist es warm, die Sonne hat mir während der letzten halben Stunde ins Gesicht gebrannt. Schwungvoll lasse ich meine Matheprüfung auf das Pult fallen und bewege mich federnden Schrittes zur Tür.
„GESCHAFFT!!!!!!!!“ Die Erleichterung im Flur ist fast greifbar. Einem laut summenden Hummelschwarm ähnlich bewegt sich dreiviertel meiner Klassenstufe aufgeregt und laut schnatternd durcheinander, um die gewagtesten Lösungsstrategien untereinander zu vergleichen. Das war’s. Es ist vorbei! Wie beschwingt man doch plötzlich durch das Schulviertel schreitet! Hat einen vorher der graue Beton und die nervige rote Ampel gestört, fallen einem plötzlich die majestätische Eiche neben der Schule und die Sonnenstrahlen, die sich in der Fensterfront spiegeln, auf! So schön kann der Schulalltag sein!

Doch diese Euphorie ist leider nur von kurzer Dauer. Eben noch ein Gefühl voller Zufriedenheit, jetzt Stress und Panik: Kaum habe ich angefangen, das anliegende Wohngebiet mit den wummernden Bässen und dem Gejohle meiner Mitfahrer zu beschallen, um unserer Freude Ausdruck zu verleihen, klingelt mein Handy. Kurz und spontan hat sich das Jahrbuchkomitee entschieden, die Abizeitung übermorgen in Druck zu geben. Da war es aus mit Ruhe und Zufriedenheit. Den Rest des Tages und auch die folgende Nacht verbringe ich vorm PC. Meine zuverlässigen Komiteeleute, Pizza, USB-Sticks, Coca  Cola, Kaffee, ein riesiger Wust an Zetteln, Handys, Telefone und Nusspli-Toasts sind für die nächsten 24 Stunden meine unabdingbaren Begleiter. Morgens um vier sind wir fertig. Mit der Zeitung, mit den Nerven, mit der Welt. Vier Stunden später ist die Abizeitung unterwegs zur Druckerei. Und jetzt freue ich mich nur noch auf mein Bett …

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jun 10, 2010
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jun 10, 2010

FSJ in Nicaragua

Wie lange soll das noch weiter gehen?

Endlich war es so weit! Heute Morgen hatte ich die letzte Tablette meines Antibiotikums genommen. Ich war glücklich, denn in der vergangenen Woche hatte sich die angebliche Nierenentzündung, das Magenproblem, oder was es auch immer gewesen war, nicht mehr bemerkbar gemacht. Anscheinend hatte das Medikament geholfen. Jedenfalls musste ich nicht mehr ständig aufs Klo rennen und mein Bauch tat mir auch nicht mehr weh.

Aber nachdem wir alle zu Abend gegessen hatten, merkte ich plötzlich, wie mein Bauch anfing zu rumoren. Ohne meinem Magen jedoch große Aufmerksamkeit zu schenken, ging ich schließlich ins Bett. Als ich allerdings am nächsten Tag aufwachte, konnte ich meinen Bauch immer noch protestieren hören. Doch nicht nur das. Mir war unglaublich schlecht und ich hatte nicht den geringsten Appetit. Zuerst dachte ich, dass ich vielleicht etwas Verdorbenes gegessen hatte, doch bald wurde mir klar, dass dies nicht der Fall war.

Langsam fing ich an, mir Sorgen zu machen. Mittlerweile hatte sich meine mysteriöse Krankheit – was auch immer es war – schon über einen Monat hingezogen. Magenprobleme hatte ich eigentlich noch nie gehabt und jetzt bereitete mir mein Bauch ununterbrochen Schwierigkeiten. Wie lange sollte das denn noch so weiter gehen? Den ganzen Tag blieb ich im Bett. Ich fühlte mich schwach und als ich am späten Nachmittag auch noch leichtes Fieber und Gliederschmerzen bekam, beschloss Erikas Mutter den Arzt anzurufen.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jun 7, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jun 7, 2010