interaktiv

FSJ in Tschechien

Als V.I.P. in der Schule

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

02.07.2010

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Es ist DER Tag. Nicht nur der Tag der Notenvergabe, nein, viel besser: Der Tag der Abizeitung. Endlich ist das Meisterwerk, das uns so viel Nerven, Zeit und gute Laune gekostet hat, fertig. Aber was heißt fertig? Es ist keine konfuse Sammlung verirrter Dateien auf USB-Sticks, Laptops, PCs, CDs und anderen virenanfälligen Hilfsmitteln mehr, sondern es ist Papier zum Blättern, Festhalten und Vollschreiben. Es kann nun nicht mehr durch einen simplen Stromausfall gelöscht werden, sondern es ist da, man kann es fühlen, es ist nicht mehr abstrakt. Und das ist ein unglaubliches Gefühl!
Begeistert stehe ich also vor dem Bulli, mit dem wir bis auf den Schulhof fahren durften, koordiniere Zwölftklässler, die unser Jahrbuch in die Schule schleppen, und zähle das Wechselgeld. Gleich kommt die Meute der Mitschüler in die Schule gestürmt  und man wird anhand ihrer Reaktion sehen, ob unsere Arbeit ankommt oder nicht. Das Titelblatt haben wir vom Komitee bis zum letzten Augenblick geheim gehalten, wir waren sicher, dass es Zustimmung finden würde. Im Moment zweifle ich noch daran.

Dann geht die Tür auf und die ersten Mitschüler kommen herein. Sie nehmen das riesige „ABIZEITUNG: JETZT!“ Plakat wahr, stutzen kurz und ihr Blick fällt auf das glänzende Cover unserer Abizeitung. Bingo! Anerkennende Kommentare werden laut, das Layout wird allgemein gelobt und das Titelbild leuchtet schon von weitem durch die Schule. Nach anderthalb Stunden sind 120 Exemplare verkauft!
Auch den Lehrern gefällt unser Buch, etwas pompös finden sie, aber etwas Besonderes. Außerdem seien die Fotos von guter Qualität und über die Rechtschreibfehler wolle man generös hinwegsehen. Dankeschön!

Und als dann die lange Schlange vor dem Lehrerzimmer schrumpft und ich es endlich wage meine Ergebnisse abzuholen, da erscheint mir die Abizeitung noch schöner als vorher …

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