interaktiv

FSJ in Tschechien

Der letzte Tag

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

08.07.2010

Die Sonne strahlt fröhlich vom Himmel, geradezu als wolle sie unserem Jahrgang zum Abitur gratulieren. Die Glocken läuten und ihr Klang wird vom Wind weiter getragen und ist in der Ferne noch zu hören. Nach einem bewegenden Gottesdienst strömt ein Zug feierlich gekleideter Abiturienten aus der Kirche, hier und da ein Blitzlicht und schon bewegt sich die Kolonne gen Schule, um die Entlassung der Abiturienten 2010 zu feiern.
Die schon im Vorfeld gefürchteten Grußworte des Direktors, des Bürgermeisters, der Eltern- und Schülervertretung fallen zur Überraschung aller lebendig und humorvoll aus. Auch die Hippie-Rede unserer Jahrgangsstufenleitung über sein eigenes Abitur ruft lautes Gelächter hervor. Und dann ist es soweit: Mein Name wird aufgerufen. Zwei Treppenstufen auf die Bühne, ein freundliches Lächeln vom Direktor, der mir eine wundervolle blaue Zeugnismappe entgegenhält, kurz innegehalten fürs Foto, dann zur Jahrgangsstufenleitung, ein fester Händedruck und eine nett überreichte Rose, Applaus, zwei Treppenstufen wieder hinunter, das war’s. Unspektakulär, aber ein einschneidendes Erlebnis.

Der restliche Vormittag ist dem Sektempfang und den Gratulationen gewidmet, man unterhält sich viel freier und ausgelassener als es sonst zwischen Lehrern und Schülern üblich ist. Das Gruppenfoto wird unter der sengenden Mittagssonne zur Qual, aber irgendwann ist auch diese allerletzte schulische Hürde genommen und die Wege trennen sich. Zumindest bis zum Abend, denn dort wird ausgelassen und glücklich der Abiball zelebriert. Zwölf Stunden später sind 13 Jahre Schule endgültig vorbei und der ein oder andere blickt nun leicht verkatert in Richtung Zukunft.

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