interaktiv

FSJ in Tschechien

Workcamp Mauthausen

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

12.08.2010

Es gibt zwei Arten, seine Zeit nach dem Abitur totzuschlagen: Man tut etwas Sinnvolles oder man langweilt sich zu Tode. Ich habe mich für eine gut gewählte Mischung entschieden und so kam es, dass ich nach sechswöchiger Langeweile spontan für zwei Wochen nach Österreich fuhr, um ehrenamtlich ein Workcamp des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zu betreuen.

Unter dem Motto „Arbeit für den Frieden“ führt der Volksbund jeden Sommer etliche Ferienlager durch, die sich an den unterschiedlichsten Orten Europas mit historisch-politischer Bildung, insbesondere des ersten und zweiten Weltkriegs, sowie leichten Pflegearbeiten auf Kriegsgräberstätten und Gedenkstätten befassen.

Also saß ich bei 42 Grad im ehemaligen KZ-Mauthausen auf dem Boden und jätete Unkraut. Ich gebe zu, das war nicht der Hauptspaßfaktor des Camps: Das Freibad direkt gegenüber der Unterkunft hatte schon mehr Potenzial dazu. Ausflüge nach Linz und Wien, eine Donauschifffahrt und eine Action-Tour der dortigen Feuerwehr versüßten uns die Arbeit des Alltags erheblich. Außerdem bot das deutsch-polnische Camp wieder mal die extraordinäre Gelegenheit, Freundschaften quer durch Europa zu schließen. Und im November habe ich mein Zwischenseminar des FSJ in Polen, vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit, den einen oder anderen wieder zu sehen!

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