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FSJ in Tschechien

Der Abschied- oder ein regnerischer Grillabend?!

Samstagabend, 19 Uhr. Es war bewölkt und das spiegelte ziemlich gut meine Stimmung wieder. Es schellte an der Haustür. Schnell verdrängte ich meine trüben Gedanken irgendwo in den Tiefen meines Hinterkopfes, denn nun trudelten nach und nach wenige, aber gute Freunde ein.

Vor einer großen Abschiedsfeier hatte ich mich erfolgreich drücken können, stattdessen trafen wir uns bei mir zum Grillen. Am Nachmittag hatten wir schönes Wetter, doch nun bahnten sich die ersten Regenwolken an. Die Stimmung war ausgelassen, die von meiner Schwester fabrizierten Salate köstlich und der von Vater gesponserte Kasten Bier auch. Wir unterhielten uns prächtig, hatten uns teilweise auch lange Zeit nicht gesehen, und nur manchmal überkam mich ein wehmütiger Anfall, während ich mich fragte, ob ich die Meute um mich herum wohl vermissen würde.

Im Laufe des Abends fing es dann an, heftig zu regnen, doch merkwürdigerweise tat das der Stimmung überhaupt keinen Abbruch. Im Gegenteil, wir rutschten unter der Pergola auf der Terrasse zusammen, zündeten ein paar Kerzen an und widmeten uns wieder der Bowle, die einer mitgebracht hatte.

Es fühlte sich überhaupt nicht an wie Abschied, nur wenige Worte fielen, die diese Thematik anschnitten, und ich bin mir ganz sicher: Wenn ich in einem Jahr wiederkomme und dieselben Leute frage, ob sie zum Grillen kommen, dann wird sich nichts verändert haben. Ein Trost, oder?

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 19, 2010
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 19, 2010

FSJ in Tschechien

Workcamp Mauthausen

Es gibt zwei Arten, seine Zeit nach dem Abitur totzuschlagen: Man tut etwas Sinnvolles oder man langweilt sich zu Tode. Ich habe mich für eine gut gewählte Mischung entschieden und so kam es, dass ich nach sechswöchiger Langeweile spontan für zwei Wochen nach Österreich fuhr, um ehrenamtlich ein Workcamp des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zu betreuen.

Unter dem Motto „Arbeit für den Frieden“ führt der Volksbund jeden Sommer etliche Ferienlager durch, die sich an den unterschiedlichsten Orten Europas mit historisch-politischer Bildung, insbesondere des ersten und zweiten Weltkriegs, sowie leichten Pflegearbeiten auf Kriegsgräberstätten und Gedenkstätten befassen.

Also saß ich bei 42 Grad im ehemaligen KZ-Mauthausen auf dem Boden und jätete Unkraut. Ich gebe zu, das war nicht der Hauptspaßfaktor des Camps: Das Freibad direkt gegenüber der Unterkunft hatte schon mehr Potenzial dazu. Ausflüge nach Linz und Wien, eine Donauschifffahrt und eine Action-Tour der dortigen Feuerwehr versüßten uns die Arbeit des Alltags erheblich. Außerdem bot das deutsch-polnische Camp wieder mal die extraordinäre Gelegenheit, Freundschaften quer durch Europa zu schließen. Und im November habe ich mein Zwischenseminar des FSJ in Polen, vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit, den einen oder anderen wieder zu sehen!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 12, 2010
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 12, 2010

FSJ in Nicaragua

Für immer im Ausland?

Als wir in Calgary, Alberta, landeten, holten uns sieben der 15 Geschwister ab – allesamt rothaarig. Strahlend empfingen sie uns mit lautem Geschrei. So glücklich hatte ich meine Gastmutter schon lange nicht mehr gesehen. „Da wir eine sehr große Familie sind, gibt es nur wenige Gelegenheiten, bei denen wir uns alle treffen. Außerdem bin ich die Einzige, die nicht in Kanada lebt, und sehe daher meine Familie besonders selten,“ erklärte sie mir.

Während meine Gastmutter das sagte, erinnerte ich mich daran, dass sie mir schon einmal erzählt hatte, dass sie ihre Familie und ihr Heimatland sehr vermisse. Ich dachte daran, wie es wohl für mich wäre, in einem anderen Land zu leben. Ich hatte zwar bereits ein Jahr in den USA und eins in Nicaragua verbracht, aber das war immer nur ein absehbarer Zeitraum gewesen.

Natürlich hatte ich ab und zu meine Familie, meine Freundinnen und Freunde und manchmal auch einfach nur Deutschland an sich vermisst. Aber dadurch, dass ich immer wusste, dass ich viel zu bald schon wieder in meine Heimatstadt zurückkehren würde, hatte mich das Heimweh nie wirklich gepackt. Jedoch für immer in einem anderen Land zu leben, immer die Fremde zu sein und nur alle zwei Jahre (wenn überhaupt) für ein paar Wochen meine Familie zu sehen, das wäre etwas ganz anderes.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 11, 2010
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 11, 2010