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FSJ in Nicaragua

Zurück in Deutschland

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

15.09.2010

Ich war nervös und aufgeregt, als das Flugzeug in Nürnberg landete. Nachdem ich mein Gepäck zusammengesucht hatte, ging ich kurz aufs Klo, um dort einen prüfenden Blick in den Spiegel zu werfen. Mein braungebranntes Gesicht starrte mich an. Müde sah es aus, etwas schmaler als sonst und (vielleicht bildete ich es mir auch nur ein) etwas älter. Eine alte Dame rempelte mich an. Eine Entschuldigung folgte nicht. Im Gegenteil. Ihr mürrischer Blick drückte aus, dass es noch meine Schuld gewesen war. Das schien mir typisch deutsch zu sein. Dieses Verhalten Älterer einer Jüngeren gegenüber. Doch ich erinnerte mich daran, positiv zu denken. Ich lächelte mir zu und lief durch die Absperrung.

Sofort sah ich meine Eltern, die mir wild zuwinkten. Meine Mutter rannte auf mich zu und schloss mich in ihre Arme. Einerseits war es ganz komisch, sie plötzlich wieder zu sehen. Vor einigen Stunden war ich doch noch in einer ganz anderen Welt gewesen. Aber andererseits war alles so vertraut wie immer.

Meine Eltern hatten meine Rückkehr liebevoll vorbereitet. Das Haus war geputzt, der Frühstückstisch gedeckt und am Carport hing eine Girlande, auf der „Herzlich Willkommen“ stand. Ich wusste nicht, wie lange dieses Gefühl anhalten und was in den nächsten Wochen auf mich zukommen würde, doch in dem Moment, als ich das Haus betrat, freute ich mich, wieder in Deutschland zu sein.

 

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