interaktiv

FSJ in Tschechien

Auf und davon ?

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

29.09.2010

Samstagmorgen, kurz nach sieben. Es ist noch dunkel. Draußen läuft der Motor unseres Škodas, der mich in wenigen Minuten quer durch Deutschland in meine neue Heimat bringen soll: Liberec, Liberecky kraj, Èeská republika.
Gut, dass die Zeit drängt, das verkürzt Sentimentalitäten. Eine kurze Runde durchs Haus, ein wehmütiger Blick auf mein Bett, eine feste Umarmung meiner Schwester – das war’s. Weihnachten bin ich ja wieder da. Bis dahin sind es „nur“ drei Monate.
Ich weiß noch nichts über meine Unterkunft und bin nicht mal wirklich nervös. Das ist ein schlechtes Zeichen. Irgendwo auf der Autobahn schlafe ich ein, meine Mutter fährt. Der Kofferraum ist mit zwei Koffern und einem Karton ziemlich voll, aber wozu gönnt man sich sonst den Luxus mit dem Auto „auszureisen“?
Ich hatte mit meiner Mentorin wieder nur einen Treffpunkt ausgemacht, letztes Mal hatte das so gut geklappt, dass wir den Versuch wagten, es bei „um halb sieben vor dem Supermarkt Albert“ zu belassen. Immerhin hatte ich dieses Mal ihre Handynummer, sodass mir ziemlich unbegründet der Schweiß auf der Stirn stand, als wir kurz vor Dresden mehr als zwei Stunden im Stau standen.
Wie durch ein Wunder kamen wir nach elfstündiger Reise (mit Pausen) rechtzeitig in Liberec an. Ich wurde in meine Unterkunft geführt und kaum, dass ich ein manierliches Bad und ein augenscheinlich überaus bequemes Bett sah, wurde ich sterbensmüde. Mit letzter Kraft räumte ich die Koffer aus, richtete alles halbwegs wohnlich her und gab Mutter alles Überflüssige wieder mit zurück. Auch die Bettwäsche. Letzteres war ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte…

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