interaktiv

FSJ in Nicaragua

Warum nicht auch ein FSJ für Nicas?

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

11.10.2010

In einem meiner ersten Blogs „Nur drei aus Millionen Geschichten (Teil 1)“ hatte ich von meiner besten Freundin Ruth berichtet. Auf Grund eines Rechtschreibfehlers in ihrem Abiturzeugnis – sie hatten ihren Nachnamen Benavidez am Ende mit „s“ anstelle von „z“ geschrieben – war das Dokument ungültig geworden. Da sie leider nicht das Geld zur Korrektur des Fehlers hatte, konnte sie nun schon das dritte Jahr nicht studieren, sondern arbeitete bei ihrer Tante als Hausmädchen und verdiente umgerechnet circa 20 Euro im Monat.

Jedes Mal, wenn sie mir davon erzählte, wie gerne sie Psychologie studieren wollte, aber anstelle dessen nur als Putzfrau und Nanny arbeiten konnte, wurde ich wütend und traurig über die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Irgendetwas müsste ich doch wenigstens für sie tun können.

Als wir eines Tages über ihre Zeit in Deutschland sprachen – sie hatte 2008 ein Stipendium für einen dreiwöchigen Jugendaustausches mit der Stadt Nürnberg bekommen – und sie mir sagte, dass es ihr Traum sei, eines Tages zurückzukehren, kam mir eine Idee. Warum eigentlich gingen immer nur Erlanger Jugendliche für längere Zeit nach Nicaragua? Warum kam nicht auch ein Sancarleño oder eine Sancarleña für ein Jahr nach Deutschland? Sollte eine Partnerschaft nicht auf Gegenseitigkeit beruhen? Außerdem konnte so ein FSJ doch gar nicht so teuer sein. Bezahlen müsste man doch eigentlich nur den Flug, das Visum, eine Versicherung und ein bisschen Taschengeld. Also mehr als 3.000 Euro konnte das Ganze nicht kosten, dachte ich mir.

 

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