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Was tun nach dem Abi?

Verrückt vor Kummer

Immer wieder hatte meine Gastmutter auch mit mir über Dani und ihren Freund gesprochen. Als dann auch noch das 13-jährige Nachbarmädchen schwanger wurde, war sie mit ihren Nerven völlig am Ende. Fast wollte sie den beiden wieder verbieten, sich zu treffen. Doch ich beruhigte sie. Sie wisse, dass Noel Präsident der Jugendgruppe „La generación del mañana“ sei und oft in Schulen ginge, um dort Vorträge über Verhütungsmittel und andere Themen wie zum Beispiel Schwangerschaft im Teenageralter zu halten. Auch Dani war Mitglied in dieser Gruppe. So hatten sie und Noel sich ja schließlich kennen gelernt. Sie solle sich also keine Sorgen machen, beschwichtigte ich sie.

„Bist du dir wirklich sicher, dass Dani schwanger ist?“, fragte ich Ruth. „Du weißt, wie oft die Leute in San Carlos Lügen erzählen, weil sie einfach gerne tratschen.“ „Ja, aber das hat mir mein Cousin erzählt.“, antwortete mir meine Freundin. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so etwas einfach erfinden würde.“

Um Klarheit zu bekommen, beschloss ich, noch heute meine Gastmutter anzurufen. Falls es wirklich stimmen sollte, musste sie schon verrückt vor Kummer sein.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 18, 2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 18, 2011

FSJ in Tschechien

Facebook

Längst hat sich das Ganze völlig unkontrolliert, unübersichtlich, ja schlichtweg unverständlich verselbstständigt. Facebook hat über 580 Millionen Mitglieder, jeder sechste Deutsche ist auf der Plattform registriert und jeden Tag wird es schwieriger, sich diesem oder anderen sozialen Online-Netzwerken zu entziehen.

„Sei dabei! Tausch dich aus! Bleib in Kontakt!“ So wirbt StudiVZ, auch eines dieser sozialen Netzwerke. Es wurde von Facebook wegen Diebstahl geistigen Eigentums verklagt, und bringt es damit ziemlich gut auf den Punkt. Wer nicht bei Facebook ist, der ist nicht informiert, nicht auf dem letzten Stand der Dinge, wird leicht vergessen. Natürlich gibt es Alternativen: E-Mails, Telefon, sogar die gute alte Post hilft weiter, aber warum so kompliziert, wo man doch mit einem Mausklick auf der blauen Seite gleich alle beisammen hat!?

Nicht wenige Facebook-Nutzer leiden unter mindestens 350 „Freunden“, im Englischen gibt es umgangssprachlich das Wort „to unfriend somebody“: Jemanden aus der virtuellen Freundesliste löschen, kann das Todesurteil für eine solide Freundschaft bedeuten. Es ist eine Internetseite, die einen unbestreitbar großen Raum in unserem Alltag einnimmt, eine Seite über die nachzudenken vielen ein zu weites Feld ist. Kaum einer der Nutzer quält sich durch die Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärungen, kaum einer versteht das große Ding namens Facebook wirklich und doch sind alle dabei. Ein Fakt, der das Nicht-Mitglied-Sein nahezu unmöglich macht.

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 12, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 12, 2011

FSJ in Tschechien

Die weiße Pracht

Kurz muss ich noch etwas zu den Schneemassen in Liberec loswerden: Sie führen zu den skurrilsten Situationen, bei denen Menschen, die auf Skiern ihren alltäglichen Einkauf erledigen, noch die harmloseste ist. Nachdem in der Nacht zum Montag auf den bereits bestehenden geschätzten halben Meter Schnee noch einmal 45 Zentimeter Neuschnee gefallen waren, wurde ich Zeuge einer fast filmreifen Aktion:
Auf der normalerweise ziemlich großen Hauptverkehrskreuzung vor meiner Schule hatte es gekracht: Ein Bus und ein Auto (beide mit starkem Blechschaden) standen nun quer mitten auf der Straße und gemeinsam mit den Schneewällen, die den Bürgersteig von der Straße trennten, machten sie ein Durchkommen für nachfolgende PKWs unmöglich.
Wie das unter Autofahrern in solchen Situationen anscheinend überall auf der Welt üblich ist, setzte ein ungeduldiges Drängeln und ein Hupkonzert ein und manch einer machte den aussichtslosen Versuch, auf 50 cm zu wenden. Plötzlich stieg aus dem vorderen Auto direkt beim Bus völlig gelassen ein Mann aus, öffnete den Kofferraum, nahm eine Schaufel und schippte den Schneewall zwischen Straße und Bürgersteig komplett in Nachbars Garten. Problem gelöst, Straße frei! Er und zehn weitere Autos passierten die Unfallstelle bis der nächste Linienbus kam. Er war zu breit für den freigeschaufelten Weg und verstopfte die Straße aufs Neue. Die Fußgänger, die das Spektakel beobachtet hatten, lachten.

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 10, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 10, 2011