interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Laptop-los

Autor:
Inga

Rubrik:
orientieren

09.03.2011

Es war die Apokalypse. Ich surfte ganz gemütlich im Internet, postete Unsinn auf Facebook, las meine E-Mails, schaute Quatsch auf YouTube an und ZACK – war das Gerät aus. Schwarz. Nichts ging mehr. Ich erschrak mich zu Tode. Da mein Laptop ein etwas älteres Modell ist, beunruhigte ich mich nicht allzu sehr, sprach ihm gut zu, gönnte ihm zwei Tage Pause und probierte es von Neuem. Keine zehn Minuten hielt das Teil durch bis der Bildschirm wieder – ZACK – schwarz wurde. Ich unterdrückte meinen Tobsuchtsanfall, startete ihn nochmal, diesmal fuhr er nicht mal richtig hoch, bevor er wieder abstürzte.  Das ging eine Woche so, bis ich mich mit meinem Schicksal abfand: Ich würde den Rest meines Lebens ohne Internet und PC verbringen. Kein Skype, kein Facebook, keine E-Mails, keine sozialen Kontakte, keine Verbindung zur Heimat. Keine Berufsinformation, keine Recherche über Studiengänge, keine Bewerbungen. Kein Google, kein Wikipedia, keine sonstige Bildung. Keine Tagesschau, keine Online-Zeitschriften, keine aktuellen Nachrichten. Lediglich die monatlichen Berichte über meine Unterrichtsstunden konnte ich am Schul-PC erledigen. Und dann und wann eine E-Mail nicht allzu privater Natur. Ich war völlig auf Entzug.
Kein Wunder, dass ich alles daran setzte ein neues Gerät zu ergattern. Und siehe da: Ein Hilferuf in die Heimat rettete mich. Ich bin wieder in Besitz eines gebrauchten, aber voll funktionsfähigen Notebooks!

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