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Freiwilligendienst im Ausland

Immer auf Trab

Aber nicht nur die Vorbereitungen für meine große Reise hielten mich auf Trab. Ich musste mich ja auch immer noch um meine nicaraguanische Freundin Ruth kümmern und gleichzeitig lief mein Praktikum im Büro für Internationale Beziehungen weiter.

Ruth hatte sich mittlerweile schon etwas besser in Deutschland eingelebt und begann auch langsam ein bisschen Deutsch zu sprechen. Doch war es schwierig für sie, sich einen eigenen Freundeskreis aufzubauen, da sie in ihren FSJ-Einsatzstellen hauptsächlich mit älteren Leuten zu tun hatte. Es arbeiteten zum Beispiel kaum Jugendliche im Weltladen (ihrer Haupteinsatzstelle). Zum Glück hatte sie aber in ihrer gleichaltrigen Gastschwester eine gute Freundin gefunden. So fühlte sie sich schon etwas wohler, aber trotzdem überkam sie auch immer wieder das Heimweh und sie brauchte meine Unterstützung.

Mein Praktikum machte mir wirklich viel Spaß, auch wenn es teilweise sehr anstrengend war. Das Arbeitsklima war eigentlich immer gut und alle waren sowohl freundlich als auch hilfsbereit. Seitdem die Vorbereitungen für die „Fiesta“ vorbei waren, hatte ich viel von der E-Mail-Korrespondenz zwischen San Carlos und Erlangen übernommen, musste aber auch einige Texte vom Spanischen oder Englischen ins Deutsche übersetzen und seit einigen Tagen war ich dabei, einen Vortrag über das Leben der nicaraguanischen Jugendlichen vorzubereiten.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: arbeitsmarkt  |  Jun 8, 2011
Autor: Esther
Rubrik: arbeitsmarkt
Jun 8, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Reisevorbereitungen

Der Tag meiner Reise nach Nicaragua rückte immer näher. Ich konnte gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen war, seitdem ich mich von all meinen Freunden in San Carlos verabschiedet hatte. Seit meiner Ankunft in Deutschland war ich nonstop beschäftigt gewesen, sodass die drei Monate wie im Flug vergangen waren. In zwei Wochen würde ich schon wieder in den Flieger steigen. Doch bis dahin gab es noch eine Menge vorzubereiten.

Vor Wochen hatte meine Mutter bereits angefangen, die ersten Häufchen mit Geschenken für meine beiden Gastfamilien zu machen. Lebkuchen hatte sich meine Gastschwester gewünscht und sowohl mein Betreuer als auch mein Freund Peluti hatten um Nürnberger Bratwürste gebeten. Da sie eingeschweißt waren, würden die Zollbeamten schon nichts sagen, meinte mein Vater. Aber auch ein „Bayern“-Kalender, Adidas-Parfums und ein winziges Deutschlandtrikot für das zukünftige Kind meiner kleinen Gastschwester hatten wir bereits gekauft. Vor ein paar Tagen hatte ich mit meiner Gastmutter telefoniert und sie hatte mir erzählt, dass sie glaubten, es würde ein Junge werden. Irgendwo hatte ich das Gefühl, dass sie sich mittlerweile auch ein bisschen auf ihr Enkelkind freute, doch hörte ich auch noch ganz deutlich den tiefen Schmerz aus ihrer Stimme heraus, wenn wir über die Schwangerschaft ihrer 14-jährigen Tochter sprachen.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 31, 2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 31, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

"Frühling lässt sein blaues Band ?"

„… wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land …“ Wer musste sich nicht in der Schule mit Eduard Mörikes Frühlingsgesäusel herumschlagen, es analysieren und sich am Schluss zwangsläufig fragen, wie der Mensch auf so irrsinnige Verse kommt?!
Ich Ignorant. Vier Monate lang stiefelte ich durch bis zu einem Meter hohen Schneematsch, vier Monate lang flehte ich die Sonne an, den tiefgrauen, schweren Wolkenhimmel doch nur für wenige Minuten zu durchbrechen, vier Monate lang wurde meine Stimmung trüb und trüber, die Bäume blieben kahl, das einzige Grün zeigte sich auf der Werbefläche der Straßenbahn, die sich durch den Matsch kämpfte.
Erst Ende März war es soweit: Ich sah das erste Veilchen, das erste Schneeglöckchen und die ersten Sonnenstrahlen. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen. Die Ewigkeit war vorbei, es gab doch noch einen Frühling, hier war der Beweis, ich sah die ersten Vorboten. Doch noch war es kalt, der Winter lichtete sich zwar, aber ich hegte die Befürchtung, er würde wiederkommen, noch einmal über die Stadt, das Gebirge und mich herfallen. Er tat es nicht. Es wurde heller, die Bäume bekamen ihre ersten Blätter und die Sonne brachte das erste Mal Temperaturen über Null. Auf wundersame Weise verschwanden die bergehohen Schneehaufen, die das Stadtbild geprägt hatten. Ohne sie wirkte die Stadt seltsam leer, verändert. Der Winter war endlich verschwunden und nur die weißen Berggipfel am Horizont erinnerten noch an ihn …

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  May 26, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
May 26, 2011