interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

In der Notaufnahme

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

07.07.2011

Meine Hand hatte urplötzlich eine (Zier-)Kürbisartige Größe angenommen, war knallrot und juckte dermaßen, dass ich am liebsten eine Selbstamputation vorgenommen hätte.

All die guten Ratschläge der Kochfrauen in der Schulmensa hatten nicht geholfen; ich hatte von Fenistil über Kräuterkühlgel bis Essigwasser alles ausprobiert, nun war ich schon seit vier Tagen handicapped und keine Besserung war in Sicht. Was hatte mich bloß für ein Monsterinsekt gestochen, auf das ich aus heiterem Himmel so allergisch reagierte?! Es half alles nichts, ich musste zum Arzt, besser gestern als heute, aber wohin?!

Krankenhaus-Notaufnahme war das Erste, das mir einfiel. Ein bisschen merkwürdig kam ich mir vor, wie ich mit fast gänzlich eingegipsten Mitmenschen auf meine Behandlung wartete, aber meine geschwollene Hand tuckerte nach wie vor und war in etwa dreimal so schwer wie die gesunde.

Fast umarmte ich den Arzt vor Glück, als dieser mich nach einer geschlagenen Dreiviertelstunde auf Englisch begrüßte, ich fühlte mich absolut außerstande irgendetwas Tschechisches von mir zu geben. Ebenso beglückt seinerseits war der Arzt über meine europäische Krankenversichertenkarte, die ihm ganz offensichtlich jede Menge unliebsamen Bürokram ersparte.

Kaum eine halbe Stunde später verließ ich unglaublich erleichtert mit einem Attest, einem Rezept, einer Quittung und einem Verband das Spital. Ich fühlte meine Hand geradezu heilen.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.