interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Als WWOOFerin in Neuseeland unterwegs

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

09.08.2011

Bevor es losging, mussten wir uns überlegen, auf welche Weise wir Neuseeland bereisen wollten und so meldeten wir uns für 25 € bei WWOOF (willing workers on organic farms) an. Das funktioniert so: Für die potenziellen Gastgeber erstellt man ein Profil im Internet und erhält das WWOOF-Buch, das die Mitgliedsnummer und die Profile der Farmen enthält, die man dann meist telefonisch kontaktiert. In meinem Profil steht beispielsweise, dass ich neue Lebensweisen und Menschen kennen lernen möchte, etwas über mich selbst erfahren will und dabei am ökologischen Arbeiten als auch am Leben in einer neuseeländischen Familie interessiert bin.

Das Grundprinzip von WWOOF ist einfach: Du gibst mir etwas, ich gebe dir etwas.

Gegen Kost und Logis hilft man zwischen drei und sechs Stunden täglich in einem Betrieb (wirkliche ökologische Farmen habe ich wenige gesehen) mit. Größtenteils wird Arbeit auf Farmen, Obstwiesen, in Weingärten, aber auch in Gebäuden, die alternative Energien fördern, angeboten. Man jätet Unkraut, pflückt Obst oder putzt. Idealerweise lernt man dabei Land und Leute kennen und trifft viele andere „Wwoofer“ aus allen Ländern der Welt. WWOOF ist weltweit aktiv und präsentiert sich in jedem Land anders. Typisch für Neuseeland ist es, den Auspruch ‚organic farms’ nicht so genau zu nehmen. So reicht ein einfacher Gemüsegarten am Haus, um mit einem „100% ökologisch“ ins WWOOF-Buch aufgenommen zu werden.

WWOOF bereitet einen nicht persönlich vor und überprüft auch die Farmen, auf denen man später arbeitet, nicht. So kann man vom Schlafen in einem dreckigen Schuppen bis zur Unterbringung in einer Villa alles erwischen. Gefällt es einem jedoch auf der Farm nicht, kann man jederzeit gehen.

Ich fand „Wwoofen“ wirklich gut und würde es jedem empfehlen, der nicht darauf angewiesen ist, viel Geld zu verdienen. Die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit sammeln konnte, sind nämlich mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

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