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Freiwilligendienst im Ausland

Faszination Fahrrad: Von Bratislava nach Belgrad (Teil 1)

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

11.08.2011

Die Sonne knallte nicht gerade vom Himmel, es waren auch keine 30 Grad im Schatten, im Gegenteil, es sah nach Wind und Regen aus. Und doch – nichts davon konnte die Laune der zehn radelwütigen Freiwilligen trüben, die sich anlässlich des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit aufgemacht hatten, Osteuropa per Fahrrad zu erkunden. Ausgerüstet mit regendichten Satteltaschen, Regenjacken, -capes und -hosen ging es los: Von Bratislava bis nach Belgrad, immer entlang der Donau.

Der Donauradweg ist bekannt – zumindest von Passau bis Wien, alles, was dahinter kommt, sind für die meisten böhmische Dörfer, oder sagen wir besser: ungarische. Mal geht es auf der ungarischen, mal auf der slowakischen Seite am Fluss entlang. Viel ändert sich nicht: Maisfelder, Regen, Sonnenblumenfelder, Regen, dafür aber fantastische Stimmung und eine ganz besondere Atmosphäre. Hinter dem ungarischen Städtchen Esztergom tauchen am zweiten Tag Berge auf. Sie sind nebelverhangen und obendrauf thront eine Burg die nur schemenhaft zu erkennen ist.

Es regnet immer noch, der Regen macht die unheimlich intensive Stimmung aus. Es sind so viele Schnecken auf dem Weg, dass ich nicht ausweichen kann. Heute ist eine lange Etappe, bis nach Budapest hinein, erst gegen Abend hört es auf zu regnen, aber eigentlich ist es egal, es ist sowieso alles durchnässt. Plötzlich tauchen sie vor uns auf: Die Wahrzeichen Budapests an der Donau, unzählige Lichter spiegeln sich im Donauwasser, Brücken erleuchten die Dunkelheit, ein Anblick, der mir den Atem raubt. Wie einmalig ist es, mit dem Fahrrad in der Abenddämmerung eine der prächtigsten Städte Europas zu entdecken?!

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