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Freiwilligendienst im Ausland

Faszination Fahrrad: Von Bratislava nach Belgrad (Teil 2)

Autor:
Inga

Rubrik:
auszeit nach dem abi

17.08.2011

In Budapest hatten wir einen Tag Pause, bevor es weiterging in die Hauptstadt der Paprika: Kalocsa. Im hiesigen Paprikamuseum gab es alles zu entdecken – von historischen Persönlichkeiten wie den Paprikabaronen über verschiedenste Verarbeitungstechniken bis hin zu einer enormen Anzahl unterschiedlicher Paprikagewürze. Bestens im Bilde verließen wir die geruchsintensive Stätte (an der Decke hing eine erstaunliche Menge getrockneter Paprika), um zu unserer nachmittäglichen Etappe aufzubrechen. Dankenswerterweise nur eine kurze Strecke, an deren Ende wir mit vier Cellisten zusammentrafen, die uns den Rest der Tour begleiteten.

Es ist praktisch, sein eigenes Mini-Orchester dabei zu haben. Jeden Abend wurden wir akustisch verwöhnt und die kleinen Straßenkonzerte brachten auch dem einen oder anderen Forint (ungarische Währung) oder Dinar (serbische Währung) für ein abendliches Bierchen ein.

Je weiter wir in den Süden Ungarns und nach Serbien kamen, desto offener wurden die Menschen. Eine Fahrradkarawane mit auffällig roten Satteltaschen sieht man wohl selbst auf einem der berühmtesten Radwege Europas nicht so oft. Alte Leute winkten uns hinterher und kleine Kinder rannten mit uns mit – oft quer durch die ganze Ortschaft. Ein Bild für Götter waren die beiden schnellsten Radsportler unter uns: Sie waren vorgefahren, hatten am nächsten vereinbarten Treffpunkt auf uns gewartet und sich ihre Wartezeit kurzerhand mit Gartenarbeit für die Einheimischen vertrieben. So herzlich wir lachten, so herzlich bedankte sich die Oma bei den eifrigen Jungs.

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