interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Auf der Harmony-Farm

Autor:
Miriam

Rubrik:
orientieren

25.08.2011

Unsere erste WWOOFing-Farm sollte sich gleichzeitig als die schlimmste herausstellen. Nachdem ich die ersten Eindrücke auf der Farm gesammelt hatte und mir klar wurde, wo wir gelandet waren, konnte ich nur noch lachen. Sollte ich wirklich in einem unverschließbaren Schuppen mit durchgebrochenen Betten schlafen? War es nicht eigentlich Teil des Deals, Essen zu bekommen? Hatte ich tatsächlich die Anweisung erhalten die Tische mit dem gleichen Lappen wie die Klos zu putzen?

Die Anlage liegt in Albany bei Auckland und will ein Wellpark sein, in dem sich Leute erholen und meditieren können. So fanden wir uns eines Abends auf einer „New-Moon-Ceremony“ wieder. Ob wir die Harmonie und grenzenlose Liebe spüren konnten? – Klar, oder würde ich sonst harmonisch mit gefühlten tausend Spinnen in einem Schuppen hausen?

Vom WWOOF-Prinzip „ökologisch landwirtschaften“ und „Land und Leute kennen lernen“ bekamen wir nur wenig mit. Man traf uns morgens, um uns entweder zur Kloputzschicht oder zum Müllschleppen einzuteilen. Wir durften nicht die gleiche Küche wie die Besitzer benutzen, sondern mussten in einem Kellerloch essen.

Allerdings trafen wir dort auch andere WWOOFer, mit denen wir dann doch sehr viel Spaß hatten. Paradoxerweise waren wir alle Meinung, eine tolle Zeit gehabt zu haben. Und: Wir lernten, dass sich alles, was auf den ersten Blick schlecht erscheint, zum Guten wenden kann.

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