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Freiwilligendienst im Ausland

Das Auslands-FSJ - Chance in einer globalisierten Welt

Zum Abschluss nannte ich den Schülern verschiedene Internetseiten, auf denen sie sich genauer über die unterschiedlichen Organisationen, Einsatzstellen und Länder informieren könnten.

Die meisten von ihnen hörten ganz aufmerksam zu und stellten viele Fragen. Aber am Ende sagten nur die wenigsten, dass sie wirklich an einem Freiwilligendienst im Ausland interessiert seien. Viele waren noch nie für längere Zeit von daheim weg gewesen und sagten, dass sie sich so ein Jahr, fern von daheim, ihrer Familie und allem, was sie bisher kannten, einfach nicht zutrauten.

Das überraschte mich, da damals in meinem Abiturjahrgang sehr viele ein FSJ oder ihren Zivildienst im Ausland geleistet hatten. Ich persönlich kann es auch wirklich nur jedem ans Herz legen, da man durch so eine Erfahrung die Welt oft mit ganz anderen Augen sieht, neue Leute trifft, die Chance hat, in eine fremde Kultur einzutauchen und meistens auch noch eine weitere Sprache lernt. Anders ausgedrückt: Man erwirbt während eines solchen Jahres „notgedrungen“ interkulturelle Kompetenzen, die nicht nur persönlich bereichern, sondern beim Verstehen und bei der Orientierung in unserer globalisierten (Geschäfts-)Welt helfen werden. Ohne Lehrgang, nur durch das Leben.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 8, 2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 8, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Die Auto-Frage

Wie wollten wir eigentlich durch Neuseeland reisen? Gute Frage, nächste Frage. War es in Deutschland noch sonnenklar erschienen, dass wir uns ein Auto kaufen, überkamen uns vor Ort Zweifel. Wir hörten schlimme Geschichten von betrogenen Autokäufern oder Leuten, die am Ende heimreisen mussten, ohne das Auto verkauft zu haben.

Als Alternative boten sich die Backpacker-Busse an, die auf festgelegten Routen durchs Land fahren. Wir konnten uns nicht entscheiden und buchten zuerst einmal den „Overlander“, einen „Bummelzug“, der von Auckland (im Norden der Nordinsel), vorbei an schneebedeckten Bergen, bis ans untere Ende der Nordinsel fährt: in die Hauptstadt Wellington.

Wellington trägt den Beinamen „windy Welly“ und ist gar nicht so, wie wir uns eine Großstadt vorstellen. Die Stadt liegt direkt am Meer, die Leute sind entspannt und überall sind Berge. An guten Tagen kann man sogar bis zur Südinsel sehen, die man mittels einer Fähre innerhalb von drei Stunden erreicht.

Meine Mitreisende Elena hat Verwandtschaft in Wellington und wie es der Zufall so wollte, war der Schwiegervater ihrer Cousine Autohändler und beschaffte uns ein von ihm geprüftes Auto für 1.200 Euro, das wir vor der Heimreise wieder abgeben und von ihm verkaufen lassen durften. Wenn das kein Glück war!

Nur ein einziges Mal haderten wir mit dem Schicksal, nämlich als wir unbedingt weiter in einem Hostel in Christchurch arbeiten wollten, dann aber gehen mussten, weil es keine Arbeit mehr für uns gab. Vier Tage später passierte das Erdbeben, bei dem viele Menschen starben und auch unser Hostel zusammenstürzte. Vielleicht waren es die vielen positiven Gedanken der Daheimgebliebenen, ein Schutzengel oder einfach Glück. Jedenfalls ging immer alles gut aus, wir waren privilegiert in unseren Erfahrungen und unendlich reich an Begegnungen mit tollen Menschen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 6, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 6, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Faszination Fahrrad: Von Bratislava nach Belgrad III

Ich hatte als einzige keinen Reisepass und auch noch nie in meinem Leben einen benötigt. Auf der Seite des Auswärtigen Amts stand Schwarz auf Weiß geschrieben, dass mein Personalausweis für die Einreise nach Serbien und Kroatien ausreichen würde, Erfahrungsberichte besagten aber, dass gerade in Serbien Grenzbeamte aus Lust und Laune lieber den Reisepass sehen.

Ein wenig eifersüchtig schielte ich auf die frischen Stempel meiner Mitradler, die ihre Pässe rasch zuklappten und sich auf ihre Räder schwangen. Dem Erstaunen des Grenzers über 14 Radler, die munter durch Europa fuhren, war es zu verdanken, dass ich neben dem „okay“ nicht nur meinen Perso, sondern auch ein Blatt Papier mit serbischem Stempel zurückbekam. Wie ein Schneekönig freute ich mich über meinen ersten improvisierten Einreisestempel und fast noch mehr darüber, nach acht Tagen endlich im Zielland angekommen zu sein!

Tatsächlich war die Ankunft in Belgrad überwältigend. Wir hatten knapp 800 Kilometer geschafft, keiner hatte aufgegeben, wir hatten uns durch Regen, Wind, Hitze, über Berge, Landstraßen, Schotter und sogar Schnellstraßen gekämpft, und waren endlich am Ziel. Im Park traten unsere Cellisten ein letztes Mal auf, unter freiem Himmel, die Sterne lachten auf uns herab und ein jeder war zu Recht stolz auf sich. Wir strahlten eine besondere Stimmung aus, der Moment zählte, wir waren hier und nirgendwo anders, endlich, nach tagelangen Strapazen dort angekommen, wo wir hinwollten, und mancher war zu Tränen gerührt. Es war der schönste Abend der ganzen Tour.

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 29, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 29, 2011