interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

On the Road

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

16.09.2011

Als stolze Autobesitzer, wollten wir nun endlich etwas vom Land sehen. Wir fuhren die Nordinsel auf dem Highway No. 1 hoch und auf dem Highway No. 2 wieder runter. Die High- und Motorways sind allerdings nicht wie unsere Autobahnen und man fährt ziemlich oft durch Nationalparks.

Auf dem Weg gen Norden kamen wir an Rotorua vorbei. Hier riecht es immerzu nach faulen Eiern, da Schwefeldioxid aus Erdlöchern aufsteigt. In der Gegend kann man dampfende Geysire, blubbernde Matschtümpel, spritzenden Fontänen und von Algen und Mineralien bunt gefärbtes Gestein sehen.

In der Mitte der Nordinsel arbeiteten wir auf unserer zweiten WWOOF-Farm. Und auch hier schliefen wir wieder in einem Schuppen. Statt geplanten 20 Leuten waren wir 40 und so war es immer spannend, ob das Essen für alle reichen würde. Unser Aufgabengebiet war weniger spannend: Unkraut jäten (roter Faden durch unsere WWOOF-Erfahrungen). Am nördlichsten Ende der Nordinsel fuhren wir mit einem Bus zum Cape Reinga, von wo aus, nach dem Glauben der Maori die Seelen der Toten das Land verlassen.

Auf dem Weg gen Süden wwooften wir noch auf einer Blaubeer-Farm und stießen dann auf der Südinsel auf eine komplett andere Unterkunft: Da wurden wir mal eben in einer Villa untergebracht und voll in die Familie integriert. Unser Gastvater sagte immer: „Die Menschen sollten mehr zusammen essen, denn wenn du einmal mit jemandem gegessen hast, kannst du keinen Krieg mehr gegen ihn führen.“

Eine Woche später befanden wir uns auf der fünften Farm, in einem Naturschutzgebiet ohne Telefon- und Internetanschluss, in dem es in einem Umkreis von zwei Stunden nur uns und den Buchtschützer gab. Essen wurde auf Vorrat eingekauft und zum Abendessen angelten wir uns frischen Fisch.

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