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Freiwilligendienst im Ausland

Was willst du werden, Kind?

Ich möchte in diesem Blog auch über die Studiengangwahl schreiben. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich als erstes einmal allen, die nach dem Abi um die Welt reisen, empfehle, die Berufsfrage daheim zu lassen. Ich z.B. war nach der Schule so blockiert, dass ich mich nirgendwo sehen konnte. Die meisten (ich auch) sagen, dass man im Ausland nicht herausfindet, was man werden will. Dafür sieht man sich jedoch danach klarer.

Es hilft allerdings, ein Tagebuch zu führen, um alles, was man über sich lernt, aufzuschreiben.

Auch gut sind Gespräche mit Mitreisenden. Fragt einfach mal, als was sie sich euch vorstellen könnten. Ihr werdet feststellen, dass selbst Fremde einen erstaunlich gut einschätzen und sogar auf neue Ideen bringen können.

Irgendwann entschied ich mich dann für Kulturwissenschaften. Warum? Ich war es leid, auf die Frage: „Was willst du werden?“, immer mit „ich weiß nicht, vielleicht das, vielleicht aber auch das...“ zu antworten. Also griff ich einfach eine der Möglichkeiten heraus, hatte meine Ruhe und glaubte irgendwann selbst daran. Natürlich hatte ich mir schon meine Gedanken gemacht, aber irgendwann muss man sich auch entscheiden.

Vor der Reise dachte ich noch, dass Kulturwissenschaften doch nichts „Richtiges“ sei. Doch in Neuseeland merkte ich, dass es nun mal zu mir passt und ich mich nicht verbiegen will.

Für die Berufsfindung daheim empfehle ich Selbsttests im Internet (davon gibt es wirklich etliche), vielleicht sogar einen kostenpflichtigen, denn die sind richtig ausführlich.

Fragt eure Verwandten und Freunde nach euren Stärken und Schwächen, überlegt, was ihr gerne tut, welche Fächer ihr mögt, bei was ihr die Zeit vergesst und holt euch das grüne Buch von der Arbeitsagentur „Studien- und Berufswahl“.

Ich muss zugeben, dass ich schon noch Zweifel habe, ob das jetzt der richtige Studiengang ist. Aber wann kann man sich schon hundertprozentig sicher sein?

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 27, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 27, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Der Knirps kommt mit!

Ruth saß auf meinem Bett zwischen einem Berg von Kleidern, den ich zum Schluss doch wieder aus meinem Koffer geholt hatte. Ich wusste selbst, dass ich noch nicht einmal die Hälfte aller Klamotten anziehen würde, die ich eingepackt hatte. Doch hatte ich im Gegensatz zu meiner letzten Reise schon sehr viel weniger dabei. Mittlerweile wusste ich einfach, dass ich bestimmte Dinge nicht brauchte. So würde ich dieses Mal weder dicke Pullover, noch Wanderstiefel oder eine Regenjacke mitnehmen. Dafür aber einen Knirps. Einen Regenschirm konnte man in San Carlos eigentlich immer gebrauchen, da entweder die Sonne auf einen herunterbrannte und man ihn dann als Sonnenschirm benutzen konnte oder es wie aus Eimern schüttete.

Ich ging die Liste durch, die ich mir für die Reise geschrieben hatte. Eigentlich war jetzt fast alles eingepackt. Nur die Geschenke fehlten noch, die ich für meine beiden Gastfamilien und Freunde in Nicaragua gekauft hatte. Hoffentlich ging auf der Reise nichts kaputt. Besonders um den Bierkrug hatte ich Angst. Aber ich habe ihn in Luftpolsterfolie eingepackt und danach noch in ein T-Shirt gewickelt. Das würde schon alles gut gehen.

Autor: Esther  |  Rubrik: arbeitsmarkt  |  Sep 22, 2011
Autor: Esther
Rubrik: arbeitsmarkt
Sep 22, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

On the Road

Als stolze Autobesitzer, wollten wir nun endlich etwas vom Land sehen. Wir fuhren die Nordinsel auf dem Highway No. 1 hoch und auf dem Highway No. 2 wieder runter. Die High- und Motorways sind allerdings nicht wie unsere Autobahnen und man fährt ziemlich oft durch Nationalparks.

Auf dem Weg gen Norden kamen wir an Rotorua vorbei. Hier riecht es immerzu nach faulen Eiern, da Schwefeldioxid aus Erdlöchern aufsteigt. In der Gegend kann man dampfende Geysire, blubbernde Matschtümpel, spritzenden Fontänen und von Algen und Mineralien bunt gefärbtes Gestein sehen.

In der Mitte der Nordinsel arbeiteten wir auf unserer zweiten WWOOF-Farm. Und auch hier schliefen wir wieder in einem Schuppen. Statt geplanten 20 Leuten waren wir 40 und so war es immer spannend, ob das Essen für alle reichen würde. Unser Aufgabengebiet war weniger spannend: Unkraut jäten (roter Faden durch unsere WWOOF-Erfahrungen). Am nördlichsten Ende der Nordinsel fuhren wir mit einem Bus zum Cape Reinga, von wo aus, nach dem Glauben der Maori die Seelen der Toten das Land verlassen.

Auf dem Weg gen Süden wwooften wir noch auf einer Blaubeer-Farm und stießen dann auf der Südinsel auf eine komplett andere Unterkunft: Da wurden wir mal eben in einer Villa untergebracht und voll in die Familie integriert. Unser Gastvater sagte immer: „Die Menschen sollten mehr zusammen essen, denn wenn du einmal mit jemandem gegessen hast, kannst du keinen Krieg mehr gegen ihn führen.“

Eine Woche später befanden wir uns auf der fünften Farm, in einem Naturschutzgebiet ohne Telefon- und Internetanschluss, in dem es in einem Umkreis von zwei Stunden nur uns und den Buchtschützer gab. Essen wurde auf Vorrat eingekauft und zum Abendessen angelten wir uns frischen Fisch.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 16, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 16, 2011