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Freiwilligendienst im Ausland

Endlich ein JA

Es war Donnerstagnachmittag, als der Briefkasten laut schepperte. Wie von der Tarantel gestochen raste ich die Treppe hinunter und zerrte unter den verdutzten Blicken des Postboten sämtliche Post aus dem Briefkasten, selbstverständlich ohne ihn vorher aufzuschließen. Dazu blieb keine Zeit: Der schwere, braune Brief lachte mir sofort entgegen! Ich riss ihn hastig auf. Zuerst purzelte ein nigelnagelneues, rotes Studienbuch heraus, es folgte jede Menge Papierkram und dann – mein Studierendenausweis! Stolz wie Oskar betrachtete ich ihn. Jetzt konnte es endlich losgehen!

Noch während des Abschlussseminars meines FSJ musste ich mich einschreiben, ich hatte alle Unterlagen notdürftig zusammengesammelt und auch den Mietvertrag für das Studentenwohnheim halb überflogen, schließlich wollte ich keine Frist verpassen. Dann musste ich alles zur Uni schicken. Tatsächlich fand ich einen Postkasten mit Nachtleerung und konnte nur noch auf die Zuverlässigkeit der Deutschen Post hoffen. Siehe da – ich wurde nicht enttäuscht! Drei Tage später flatterten die Unterlagen ins Haus und jetzt laufe ich wie vor exakt einem Jahr wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung: Mit dem Unterschied, dass ich an meinem jetzigen Wohnort wenigstens die Sprache verstehen werde!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 11, 2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 11, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Ruth bleibt zurück

Schließlich reichte mir Ruth die Geschenke, die sie für ihre Familie gekauft hatte. Neben einem Paar Turnschuhen für ihren Bruder und einer Kette für ihre kleine Schwester, war unter anderem auch ein Fotoalbum dabei, das wir zusammen gebastelt hatten. „Mein Leben in Deutschland“ („Mi vida en Alemania“) stand in großen roten Buchstaben darauf geschrieben. „Ich hoffe, es gefällt ihnen“, sagte sie mit einem Blick auf das Album. Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: „Ich will nicht, dass du gehst! Zwei Monate sind so lang! Was soll ich denn ohne dich hier nur machen?“ Ich wusste, dass die erste Zeit für Ruth ohne mich schwer werden würde. Zwar hatte sie eine tolle Gastfamilie, doch war es für sie schwierig gewesen, eigene Freunde zu finden. Fast jedes Wochenende waren wir zusammen weggegangen und auch bei Problemen blieb ich ihre Ansprechpartnerin. Doch war ich mir sicher, dass es ihr gut täte, einige Zeit ohne mich zu verbringen, schon allein um ihr Deutsch zu verbessern, da wir die meiste Zeit miteinander Spanisch sprachen. 

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 30, 2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 30, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Was willst du werden, Kind?

Ich möchte in diesem Blog auch über die Studiengangwahl schreiben. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich als erstes einmal allen, die nach dem Abi um die Welt reisen, empfehle, die Berufsfrage daheim zu lassen. Ich z.B. war nach der Schule so blockiert, dass ich mich nirgendwo sehen konnte. Die meisten (ich auch) sagen, dass man im Ausland nicht herausfindet, was man werden will. Dafür sieht man sich jedoch danach klarer.

Es hilft allerdings, ein Tagebuch zu führen, um alles, was man über sich lernt, aufzuschreiben.

Auch gut sind Gespräche mit Mitreisenden. Fragt einfach mal, als was sie sich euch vorstellen könnten. Ihr werdet feststellen, dass selbst Fremde einen erstaunlich gut einschätzen und sogar auf neue Ideen bringen können.

Irgendwann entschied ich mich dann für Kulturwissenschaften. Warum? Ich war es leid, auf die Frage: „Was willst du werden?“, immer mit „ich weiß nicht, vielleicht das, vielleicht aber auch das...“ zu antworten. Also griff ich einfach eine der Möglichkeiten heraus, hatte meine Ruhe und glaubte irgendwann selbst daran. Natürlich hatte ich mir schon meine Gedanken gemacht, aber irgendwann muss man sich auch entscheiden.

Vor der Reise dachte ich noch, dass Kulturwissenschaften doch nichts „Richtiges“ sei. Doch in Neuseeland merkte ich, dass es nun mal zu mir passt und ich mich nicht verbiegen will.

Für die Berufsfindung daheim empfehle ich Selbsttests im Internet (davon gibt es wirklich etliche), vielleicht sogar einen kostenpflichtigen, denn die sind richtig ausführlich.

Fragt eure Verwandten und Freunde nach euren Stärken und Schwächen, überlegt, was ihr gerne tut, welche Fächer ihr mögt, bei was ihr die Zeit vergesst und holt euch das grüne Buch von der Arbeitsagentur „Studien- und Berufswahl“.

Ich muss zugeben, dass ich schon noch Zweifel habe, ob das jetzt der richtige Studiengang ist. Aber wann kann man sich schon hundertprozentig sicher sein?

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 27, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 27, 2011