interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Die verlorene Kultur

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

25.10.2011

Wie schon erwähnt, sind die Maori die Ureinwohner Neuseelands. Sie kamen im 13. Jahrhundert von Polynesien nach Neuseeland. Heute stellen sie nur noch knapp 15 Prozent der Bevölkerung, kaum einer spricht noch die ursprüngliche Sprache und die Arbeitslosigkeit unter den Maori ist dreimal so hoch wie in der weißen Bevölkerung. Einige der Maori leben in abgelegenen Siedlungen (meist an der Ostküste der Nordinsel) und so hatte ich eigentlich so gut wie keinen Kontakt zu ihnen. Der Staat versucht die Maori-Kultur aufrecht zu erhalten, was mir jedoch meist als Inszenierung für die Touristen erschien.

Trotzdem wollte ich etwas über diese Kultur lernen und sah mir deshalb gemeinsam mit meinen Mitreisenden eine Maori-Tanzaufführung im „Museum of Auckland“ an. Wir sahen den beeindruckenden Kriegstanz Haka, der heute noch vor Rugbyspielen aufgeführt wird. Außerdem lernten wir, wie man zeigt, dass man sich über die Bäume freut, indem man die Hände schüttelt und dabei die Arme hoch und runter bewegt.Weniger gern hätte ich allerdings erfahren, dass mein Spitzname Mimi auf Maori „pissen“ heißt.

Die meisten Touristengruppen sind hier übrigens aus Deutschland (mit Abstand) und Israel. Ein Israeli meinte, dass er den Deutschen anmerke, dass sie sich für das, was die Deutschen den Israeli angetan haben, schämen würden. Er erzählte auch, dass er sich als Kind geweigert habe, deutsche Produkte zu kaufen. Doch in Neuseeland habe er viele gute deutsche Freunde gefunden. Und jetzt ratet, wer mich letzte Woche hier in Deutschland besucht hat!

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