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Freiwilligendienst im Ausland

No, we don't clean too much here — die Arbeit im Hostel (Teil 1)

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

31.10.2011

Wer sparen will, sollte unbedingt in einem Hostel arbeiten. Dafür nimmt man sich am besten das BBH-Hostel-Buch oder den Lonely Planet mit den Adressen der Hostels zur Hand und telefoniert alle ab. Oder man geht persönlich vorbei und erhöht so die Chancen auf einen Job. Die Arbeit in einem Hostel bietet drei entscheidende Vorteile: Erstens hat man oft den Nachmittag frei (Auf die Frage eines Gastes, ob wir hier viel arbeiten müssten, antwortete ich versehentlich: „No, we don’t clean too much here“). Zweitens muss man auch hier meistens nicht allzu lange bleiben und hat somit genug Zeit herumzureisen. Außerdem entstehen engere Freundschaften, wenn man zusammen arbeitet, oder sich jeden Tag sieht, wenn Gäste länger im Hostel wohnen.

Zu den Aufgaben gehört Betten beziehen, Zimmer saugen, den Müll leeren, Bäder und Küche putzen. Bei manchen Hostels hat man Rezeptions- und Waschdienst, muss den Hostel-Van fahren, Brot backen oder im Garten arbeiten. Das hört sich jetzt vielleicht nach viel an, aber man ist selten alleine und arbeitet nur zwischen einer und vier Stunden. In einem etwas skurrilen Hostel bekamen wir einmal den Auftrag, eine Collage aus Gesichtern zu basteln, die die Besitzerin dann über die Badewanne hängte, damit man sich beim Baden beobachtet fühlt: „Und klebt Johnny Depp ja in die Mitte!“

Im Gegenzug darf man dann umsonst im Hostel übernachten und bekommt manchmal sogar Frühstück. Aber nur, wenn das Hostel das auch für die Gäste anbietet. Einmal gab es sogar eine Arbeiterwohnung, in der ich mit meinen zwei Mitreisenden, mit einer Dänin, zwei Franzosen und einem Israeli, wohnen durften. Aus Platzmangel musste ich allerdings im Jungs-Raum schlafen, was jedoch auch mal ganz gut war, denn ständig mit Frauen zusammen zu sein, kann ganz schön anstrengend werden.

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