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Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland - die Landschaft (Teil 2)

Wer ein eigenes Auto hat, sollte unbedingt die „Southern Scenic Route“ (von Queenstown nach Dunedin) und den „Twin Coast Discovery Highway“ in die Neuseelandreise einbauen. Besonders erstere ist wunderschön und führt direkt durch das Gebiet, das ich und meine Mitreisenden für am empfehlenswertesten halten. Herr-der-Ringe-Feeling pur. Wer also kaum Zeit hat, dem würde ich raten, sich für die Südinsel zu entscheiden. Und wenn die Zeit wirklich knapp ist, dann würde ich mich nur auf die Mitte der Südinsel (Mount Cook) und auf die linke untere Seite (Southern Lakes) konzentrieren. Hier liegt auch Neuseelands gewählte Nummer eins, der Milford Sound. Der ist wirklich atemberaubend schön und die Fahrt dorthin, vorbei an Bergen, Schluchten und Seen, gehört definitiv zu den tollsten Dingen, die ich in Neuseeland gemacht habe. Den Sound erreicht man nur mit dem Auto oder einer gebuchten Busreise und dort nimmt man dann ein Boot, das durch den Sound fährt. Das Boot fährt zwischen riesigen Bergen hindurch, man sieht Wasserfälle, Robben und manchmal Delfine. Das Boot dreht um, wenn es die offene See erreicht. Es ist gewaltig. Ich wollte tausend Fotos machen. Und was war? Meine Kamera war kaputt, meine Freundin Elena nicht mit auf dem Boot und Maras Kameraakku leer.

Man hat auch die Möglichkeit den viertägigen „Milford Track“ zu gehen, für den man sich aber Monate im Voraus anmelden muss. Er gehört zu den beliebten neun „Great Walks“ Neuseelands, die durch die schönsten Gegenden des Landes führen. Der „Milford Track“ wird als „finest walk in the world“ betitelt. Er ist dementsprechend teuer: 160 Euro werden veranschlagt.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 1, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 1, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland — die Landschaft (Teil 1)

Wie stellt man sich Neuseeland vor? Grüne Wiesen, blauer Himmel, Schafe so weit das Auge reicht, Vulkane, Gletscher, Geysire und traumhafte Strände. Klingt zu perfekt, um wahr zu sein? Ist es aber. Am Anfang bin ich das Gefühl nicht losgeworden, in einer bearbeiteten Postkarte oder einem Bilderbuch rumzulaufen. Irgendwie war alles intensiver. Der Himmel war blauer, die Luft frischer und das Land weiter. Es gab Tage, an denen wurde mir die Schönheit der Landschaft fast schon zu viel, weil ich die unendlich zahlreichen und wunderschönen Bilder einfach nicht mehr aufnehmen und verarbeiten konnte. Wer hätte gedacht, dass man auch von Schönheit zu viel bekommen kann?! Aber so ist das einfach in Neuseeland. Das liegt vor allem daran, weil sich immer so viel Schönes beisammen findet. Neuseeland ist so klein und bietet doch so viel. Da wird sogar die Fahrt zum eigentlichen Sightseeing-Objekt zum Erlebnis.

In Fällen von „Schönheits-Overload“ haben wir dann einfach einen Relax-Tag auf dem Sofa mit Zeitschriften, heißer Schokolade und Keksen eingelegt. Anfangs tat ich mir mit solchen „vergeudeten“ Tagen schwer, da ich meine Zeit sinnvoll nutzen wollte und noch so viel auf meiner Liste hatte, was ich unbedingt sehen wollte. Doch ich lernte schnell, dass das der falsche Ansatz ist. Mir hat dabei sehr geholfen, was der Mönch Anselm Grün gesagt hat: „Wer nur viel erleben will, der hat den Sinn des Lebens nicht erfasst. Die Begegnungen und Erfahrungen unserer Reise wollen uns zu uns selbst führen.“

Über die grünen Wiesen, die das Landschaftsbild von Neuseeland so entscheidend prägen, sollte man vielleicht noch wissen, dass sie ursprünglich gar nicht zum Landschaftsbild gehörten. Da war das ganze Land nämlich von Urwald bedeckt und wurde dann erst von den englischen Siedlern gerodet, damit es zum einen mehr nach ihrer Heimat aussah und zum anderen besser bewirtschaftet werden konnte. Die Hügel, die darunter zum Vorschein kamen, sind Vulkane. Allein in Auckland findet man 50 von ihnen. Die Rodung brachte aber auch Probleme mit sich, weil die starken Baumwurzeln die Erde an ihrem Platz hielten und es seither viel eher zu Erdrutschen kommen kann. Des Weiteren verschwand ein wichtiger Rückzugsort für die heimischen Tiere, wie zum Beispiel den Kiwi, der heute vom Aussterben bedroht ist.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 24, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 24, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

No, we don't clean too much here — die Arbeit im Hostel (Teil 2)

Bei einem der Hostels gehörte es auch zu unseren Aufgaben, den Hostel-Van zu fahren, um damit Gäste zum Flughafen oder Supermarkt zu bringen. Und nein, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als in einem superbreiten Van voller Gäste, ohne Ortskenntnisse und im Linksverkehr zu fahren. Als ich eines abends mit einer vagen Wegbeschreibung und dem Van voller Gäste zum ersten Mal zum Supermarkt fahren sollte, musste ich die Insassen beschämt um Hilfe bitten. Daraufhin riefen alle wild durcheinander und als wir dann um die letzte Ecke bogen und den Supermarkt tatsächlich sahen, brachen wir alle in Jubel und Siegesgeschrei aus.

Dann hatte ich ein noch weniger erfreuliches Erlebnis. Der Tag fing schon damit an, dass ich mit Brandblasen im Gesicht aufwachte, die ich mir am Tag zuvor am Strand zugezogen hatte (Vorsicht vor dem Ozonloch!). Ich hatte mal wieder Fahrdienst und im Terminplaner stand: „Flughafen, 8 Uhr.“ Ich fuhr als um acht Uhr los, um den Gast vom Flughafen abzuholen. Als ich fast am Ziel war, klingelte plötzlich das Autotelefon und ich erfuhr, dass der besagte Gast gerade völlig ausraste, weil ich nicht im Hostel sei, um ihn zum Flughafen zu fahren und er wegen mir seinen Flug verpassen würde. Ich fuhr also schnellstmöglich zurück (verantwortungsvolle Anweisung meines Chefs: „Fahr, so schnell du kannst!“), rannte ins Hostel und rutschte auf dem vom Regen nassen Holzdeck aus. Die Folge war eine bunte Rippenprellung, aufgerissene Haut und eine weinende Miriam. Mein Chef fuhr den tobenden Gast schließlich selbst zum Flughafen.

Ansonsten machte die Arbeit aber Spaß. Wir hörten Musik („Wanna see my Michael-Jackson-Dance-moves?“), saugten mit einem tragbaren Staubsauger auf dem Rücken (Ghostbusters!), redeten dummes Zeug („Give me the shit, please” – „I guess you mean the sheets?!”) und erhielten interessante Putzanleitungen: „Make sure, that everything seems to be nice and clean!”

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 17, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 17, 2011