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Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland - die Tierwelt

Irgendwie war die Reise fast ein kleiner Zoobesuch – nur ohne Gitterstäbe. Ich habe noch nie so oft und so viele Robben in freier Wildbahn gesehen. Man nimmt sie oft gar nicht wahr, weil sie so perfekt getarnt und an ihre Umgebung angepasst sind. Nur einmal hingegen haben wir Seelöwen sehen dürfen. Die sind wirklich total beeindruckend. Im gleichen Gebiet (Otago Peninsula) haben wir auch unsere ersten Albatrosse gesichtet. Am oberen Ende der Peninsula befindet sich eine Albatrosskolonie, die man für Geld besichtigen darf. Wir sind allerdings einfach rechts den Hang runter gegangen und sahen hunderte von Albatrossen über dem Meer kreisen. Die haben teils eine Flügelspannbreite von drei Metern!

Eines meiner Highlights war, Delfine zu sehen. Ich machte dazu eine Segelbootfahrt im französischen Städtchen Akaroa. Der Kapitän stellte den Motor aus, zog die Segel auf und spielte „Sailing“ von Rod Steward. Angelockt von den Vibrationen tauchte, zuerst einer und dann immer mehr Delfine auf und schwammen mit unserem Boot um die Wette. Man kann es gar nicht glauben, diese tollen Tiere wirklich zu sehen. Ich war aufgeregt wie ein Kind an Weihnachten. In Akaroa leben übrigens die seltenen und kleineren „Hektordelfine“. Größere und mehr gibt es in Kaikoura, das auch für „whale watching“ und „swimming with the seals or dolphins“ bekannt ist. Eigentlich wollte ich ja mit den Delfinen schwimmen, konnte jedoch leider wegen meiner Rippenprellung nicht richtig schwimmen. Ganz possierlich waren auch die Pinguine, die sich, für mich erstaunlich, pudelwohl im warmen Meerwasser fühlten.

Wer einen Kiwi sehen will, kann entweder lange suchen (und das bei Nacht, denn der Kiwi ist nachtaktiv), oder er geht in ein Wildlife Resort (z.B. in Christchurch), wo man den Kiwi in einem abgedunkelten Haus sehen kann. Lustige Tierchen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jan 6, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jan 6, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland — Die Menschen

Einmal fragte ein Schweizer einen Neuseeländer, ob er denn Schafzüchter sei? Daraufhin antwortete der Neuseeländer: „Klar! Und ich nehme an, du bist Uhrmacher?“ Ich habe mich furchtbar über die Vorurteile der Menschen aufgeregt. Schafzüchter! Weiß doch jeder, dass alle Neuseeländer Wein anbauen ;)

Aber um zu den Tatsachen zurückzukehren. Ich würde die Neuseeländer (ich beziehe mich nur auf die weißen Neuseeländer) als offenes und lustiges Völkchen bezeichnen. Am liebsten hält sich der Kiwi (so nennen sich die Neuseeländer selbst, in Anlehnung an den heimischen Vogel Kiwi) draußen auf und betreibt (Extrem-)Sport. Das Bungee-Jumping wurde ja angeblich sogar in Neuseeland erfunden. Höher, schneller, aufregender! Ganz nach ihrem Geschmack.

Neuseeländer sind gelassen und höchst zufrieden mit sich und ihrer Umgebung. Als ich am Anfang noch ein wenig mit der Sprache zu kämpfen hatte, wurde mir gesagt, dass das nichts mache, denn solang man verstehen könne, was ich ungefähr sagen wolle, habe die Sprache ihren Zweck erfüllt.

Auch die immer mal wieder vorkommenden Erdbeben werden meist ganz gelassen hingenommen, sofern es nicht über ein Rütteln hinausgeht. Ich habe vier Erdbeben erlebt, wobei sich die anfängliche Faszination schnell in Unwohlsein verwandelte.

Einmal nahmen wir an einer landesweiten Befragung der Touristen teil. Dabei sollten wir unter anderem beantworten, was wir an Neuseeland am meisten und am wenigsten mochten. Ganz klar.

Am wenigsten mochten wir alle den Mangel an „echtem“ Brot, überall gab es nur labbrigen Toast. Der andere Punkt waren hoch promotete Orte, wie Paihia in den Bay of Islands, wo es doch viel schönere Plätze gibt, als dieses überfüllte Touristendorf, in dem man deutsche Knödel und Christstollen kaufen kann. Am meisten gefielen uns die Landschaft, die Freundlichkeit der Menschen und die gute Vorbereitung auf Touristen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 22, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 22, 2011

Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland — die Landschaft (Teil 3)

Der Twin Coast Disvoery Highway liegt auf der Nordinsel und hat seinen Start und sein Ende in Auckland. Er zieht sich über den oberen Zipfel der Nordinsel. Dort hat man unter anderem die Möglichkeit, die uralten und riesigen heimischen Kauri-Bäume, die vom Aussterben bedroht sind, zu sehen. Denn obwohl sie riesig sind, haben sie empfindliche Wurzeln, die dicht unter der Erdoberfläche verlaufen und leicht beschädigt werden können. Ganz oben kann man das Cape Reinga besichtigen, von dem ich schon erzählt habe. Fährt man auf der rechten (östlichen) Seite wieder nach Auckland zurück, kommt man an der Bay of Islands vorbei, wo der „Treaty of Waitangi“ unterzeichnet wurde, der Neuseeland 1840 zur britischen Kolonie werden ließ.

Nicht verpassen sollte man die Coromandel Peninsula, wo die faszinierende Cathedral Cove liegt, an der auch eine Szene aus „Narnia-Teil 2“ gedreht wurde. Ebenfalls auf dieser Halbinsel kann man den Hot Water Beach testen, an dem man, wenn man gräbt, auf 60°C heißes Wasser stoßen kann. Kurios? Auf der Südinsel gibt es einen Strand, an dem riesige, runde und glatte Gesteinsblasen am Strand verteilt liegen. Nicht cool genug? Wie wär’s mit einem Bad in einem heißen Fluss mitten im Wald? Immer noch nicht genug? Well, just come and explore it.

Was gibt’s noch zu sagen? Das Klima ist angenehm, es regnet öfters mal, aber ansonsten ist es ideal, um sich draußen aufzuhalten, was die Neuseeländer auch allzu gerne tun.

Ich hab mehr von Neuseeland als von Deutschland gesehen und noch immer gibt es so viel zu entdecken. Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als noch mal um die halbe Welt zu fliegen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 12, 2011
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Dec 12, 2011