interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Neuseeland — Die Menschen

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

22.12.2011

Einmal fragte ein Schweizer einen Neuseeländer, ob er denn Schafzüchter sei? Daraufhin antwortete der Neuseeländer: „Klar! Und ich nehme an, du bist Uhrmacher?“ Ich habe mich furchtbar über die Vorurteile der Menschen aufgeregt. Schafzüchter! Weiß doch jeder, dass alle Neuseeländer Wein anbauen ;)

Aber um zu den Tatsachen zurückzukehren. Ich würde die Neuseeländer (ich beziehe mich nur auf die weißen Neuseeländer) als offenes und lustiges Völkchen bezeichnen. Am liebsten hält sich der Kiwi (so nennen sich die Neuseeländer selbst, in Anlehnung an den heimischen Vogel Kiwi) draußen auf und betreibt (Extrem-)Sport. Das Bungee-Jumping wurde ja angeblich sogar in Neuseeland erfunden. Höher, schneller, aufregender! Ganz nach ihrem Geschmack.

Neuseeländer sind gelassen und höchst zufrieden mit sich und ihrer Umgebung. Als ich am Anfang noch ein wenig mit der Sprache zu kämpfen hatte, wurde mir gesagt, dass das nichts mache, denn solang man verstehen könne, was ich ungefähr sagen wolle, habe die Sprache ihren Zweck erfüllt.

Auch die immer mal wieder vorkommenden Erdbeben werden meist ganz gelassen hingenommen, sofern es nicht über ein Rütteln hinausgeht. Ich habe vier Erdbeben erlebt, wobei sich die anfängliche Faszination schnell in Unwohlsein verwandelte.

Einmal nahmen wir an einer landesweiten Befragung der Touristen teil. Dabei sollten wir unter anderem beantworten, was wir an Neuseeland am meisten und am wenigsten mochten. Ganz klar.

Am wenigsten mochten wir alle den Mangel an „echtem“ Brot, überall gab es nur labbrigen Toast. Der andere Punkt waren hoch promotete Orte, wie Paihia in den Bay of Islands, wo es doch viel schönere Plätze gibt, als dieses überfüllte Touristendorf, in dem man deutsche Knödel und Christstollen kaufen kann. Am meisten gefielen uns die Landschaft, die Freundlichkeit der Menschen und die gute Vorbereitung auf Touristen.

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