interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Wie, alle Bars sind schon zu?

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

23.01.2012

Zehn Uhr abends, Neuseeland, eine x-beliebige Innenstadt. Wir und ein paar Feierwillige aus dem Hostel. Zehn Uhr zehn: Wir beschließen heimzugehen. Ja, das kann passieren, denn um zehn Uhr abends sind Neuseelands Straßen ausgestorben. Samstagabends kann man in den größeren Städten schon was erleben. Doch befindet man sich in einer normal großen (für uns kleinen) Stadt, ist das Risiko hoch, nichts Geeignetes zu finden.

Apropos feiern: Silvester verbrachten wir als Arbeiter in einem Hostel, dessen Besitzerin die verrückteste Person ist, die ich kenne. Nichts, was sie sagte, konnte für bare Münze genommen werden. So kam es also, dass sie uns für Silvester, wie sie sagte, alkoholfreien Sekt gekauft hatte. „Klaaaar, sie macht wieder Witze“, dachten wir. Dieses Mal nicht. Und so habe ich das neue Jahr nüchtern erlebt. War aber trotzdem total schön. Wir hatten am Strand ein Feuer gemacht (das nicht so wirklich brennen wollte, also klauten wir Feuerscheite von unserem Nachbarn) und alles war still. Feuerwerk sucht man hier vergebens. Es war einfach toll, weil es anders war und irgendwie auch besinnlich.

Meine Freundin Elena bekam manchmal schlechte Laune, weil es ihr fehlte, von Menschen umgeben zu sein. Mit großem Entertainment kann man hier wirklich nicht rechnen (außer im Sport). Dafür findet man immer einen McDonald’s, KFC und Pizza Hut. Ein weiteres Problem sind die kränkelnden Funkwellen, die es vor allem auf der Südinsel einfach nicht bis zu unserem Auto schafften. Das hieß: Brooke-Fraser-CD rauf und runter.

Weihnachten haben wir im Hostel verbracht. Unglücklicherweise hatten sich nur deutsche Gäste eingebucht. Wir hatten also deutsches Weihnachten in Neuseeland, bei 30 Grad und Sonnenschein. Das hat sich mal so gar nicht nach Weihnachten angefühlt. Wir haben aber herausgefunden, wie das Weihnachtsgefühl sein muss, das alle Weihnachten Feiernden vereint: Das „Ich-kann-nicht-mehr-mein-Bauch-drückt-so-Gefühl“.

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