interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Auseinandersetzung mit dem Heimkehren

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

20.04.2012

Bevor wir Neuseeland endgültig verließen, schrieb ich noch eine letzte Mail an die Daheimgebliebenen, in der ich ihnen dafür dankte, dass sie mich in meinem Vorhaben, ein halbes Jahr im Ausland zu verbringen, mental und teils auch finanziell unterstützt hatten.

Als Willkommensessen wünschte ich mir Kartoffeln mit Kartoffelsalat. Nicht, dass es in Neuseeland keine Kartoffeln gäbe (es gibt sogar Süßkartoffel-Pommes), doch so richtig wie daheim war es natürlich nie und meistens gab es eben doch Reis oder Nudeln.

Als ich während des Schreibens der Mail so über das Heimkehren nachdachte, und ob ich mich bereit dazu fühlte, fiel mir der Vergleich mit einer Party ein. Die Party war sehr gut, so wie sie war, doch jetzt ist es spät und es ist in Ordnung, heimzugehen. Auch meine Mitreisende, Elena, sagte, dass wir nicht traurig sein sollten, dass es vorbei ist, sondern uns freuen, dass es passiert war („Don’t cry that it’s over. Smile that it happened“). Aber schade war es schon, weil ich so viele tolle Menschen getroffen und so wunderschöne Orte gesehen hatte und weil ich wusste, dass da noch so viel war, was ich nicht sehen konnte. Was wäre gewesen, wenn ich nur einmal nach links statt nach rechts gegangen wäre? Tausend Möglichkeiten. Da hilft es nur, sich zu sagen, dass alles seine Zeit hat und diese Zeit nun vorbei ist. Dafür wird Neues kommen.

Besonders gut gefallen haben mir auch die Worte eines Amerikaners, der uns an unserer vorletzten Station mit den Worten „never say goodbye“ verabschiedete. Stattdessen solle man „see you“ sagen, weil man sich immer wieder begegne, oder es zumindest nicht ausschließen sollte. Und weiter sagte er: „Live life at the fullest!“. Typisch für meine Reise. Egal, wo ich war, ich bekam immer tolle, oftmals unverhoffte Anregungen, wie ich sie daheim nie gehört hatte.

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