interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Wer sind wir? (Teil 3)

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

11.06.2012

In Teil zwei habe ich kurz begründet, warum Nationalismus und Fundamentalismus unter anderem an Attraktivität gewonnen haben.

Ein anderes Phänomen der Abwehr der Modernisierung und Globalisierung ist die Rückwendung zum Lokalen. Es ist falsch, zu denken, dass die Globalisierung übermächtig sei. Mit Globalisierung geht immer auch Lokalisierung einher. Man spricht deshalb vom Phänomen der „Glokalisierung“. Den Begriff hat im englischen Sprachraum der Soziologe Roland Robertson geprägt. Er bedeutet, dass eine globale Perspektive an lokale Umstände angepasst wird. Globales interagiert mit Lokalem und führt so dazu, dass Neues entstehen kann. Beste Beispiele: die Weißwurst „Hawaii“ oder McDonald‘s. Das Fastfood-Restaurant beruht auf einem internationalen Konzept, das aber gleichzeitig optisch und das Angebot betreffend an die lokalen und kulturellen Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst wird. Außerdem wird es von den Menschen unterschiedlich adaptiert. So gibt es in Indien ein spezielles Ramadan-Menu, in Singapur fungiert McDonald‘s als Aufenthaltsort und in manchen Ländern ist es sogar ein Restaurant für Reiche.

Es stellt sich also die Frage, ob wir auf dem Weg zu ethnischer Vielfalt oder zur Einheitskultur sind. Sicher ist, dass Lokales nicht ganz verschwinden wird.

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