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Freiwilligendienst im Ausland

Krank in Mexiko

Keine Sorge, dieser Artikel wird sich nicht den Details meiner Krankheit widmen! Nachdem ich natürlich gleich in meiner zweiten Woche in Mexiko krank geworden bin, habe ich festgestellt, dass man hier generell ganz anders mit Kranksein und Krankheiten umgeht und darüber werde ich schreiben.

Wenn man in Deutschland Bauchschmerzen hat, isst man Zwieback und Salzstangen, der Mexikaner trinkt Thymiantee und isst Reis oder Salat. Zwieback gibt es hier gar nicht, also habe ich mich von Weißbrot und Honig ernährt – auch nicht so einfach zu erstehen, weil Brotessen in Mexiko nicht so verbreitet ist. Man ernährt sich von Mais in verschiedenen Varianten.

Glücklicherweise bin ich ganz von selbst wieder gesund geworden. Eine Apotheke ist hier nämlich etwas anderes als in Deutschland. Man verkauft dort von Cola bis zu Shampoo alles Mögliche. Nicht zu vergessen die unglaublich laute Musik, die aus den Apotheken schallt. Wenn man gesund kam, geht man bestimmt mit Kopfschmerzen.

Das positive an den Apotheken ist allerdings, dass sie extrem billig sind. Insbesondere eine Apothekenkette, die sich „Simi” nennt, von „similares” was „ähnlich” bedeutet, ist sehr günstig und verkauft Artikel von Qualität. Sie produzieren Medikamente, deren Patente bereits abgelaufen sind und so preiswert herzustellen sind. Eine Packung Aspirin kostet zum Beispiel circa 80 Cent. Weil diese Apothekenkette so erfolgreich ist, kann sie Ärzte einstellen, die für umgerechnet ungefähr 1,50 Euro Patienten behandeln. Noch ein Unterschied zu deutschen Apotheken.

Das ist sehr wichtig für die Mittel- und Unterschicht, die sich Großteiles keine Krankenversicherung leisten kann. Außerdem ist es hier sehr kompliziert, selbst wenn man versichert ist, das Geld für den Arztbesuch oder die Medikamente zu bekommen. Mir wurde gesagt, dass bei dem ganzen Papierkram gut und gerne ein ganzer Tag draufgehen kann. Die Versicherung zu konsultieren lohnt sich also nur bei schwereren Krankheiten.

Eine andere Alternative, um sich zu heilen habe ich gestern in der Kirche von San Juan Chamula gesehen. Ich bin nämlich gerade mit einem Freund auf Rundreise und wir sind in Chiapas, einem der ärmsten Bundesstaaten an der Grenze zu Guatemala, der einen hohen Indigenen Anteil hat. In dieser Kirche jedenfalls wurde ich Zeugin, wie sich die Indigenen von Krankheiten kurieren: Man stelle sich eine katholische Kirche mit unglaublich vielen Kerzen und Heiligenstatuen vor. Der Boden ist mit Piniennadeln bedeckt und die Decke mit bunten Stoffbahnen geschmückt. Es sind viele Leute in der Kirche und man hört ununterbrochen ein Gemurmel – und ein Hühnergegluckse! Die Indigenen opfern hier nämlich ihre Hühner, um die Gnade Gottes zu erlangen. Ein junger Mann erklärte mir: Wenn jemand krank ist, kommt er oder sie mit ihrem Huhn hierher. Mit Gottes Hilfe überträgt sich die Krankheit auf das Huhn, welches dann in der Kirche erst betend zigmal über die Kerzen geschwenkt und dann geschlachtet wird. Im Anschluss isst die ganze Familie das Huhn und der Kranke wird gesund. Diese Mischung von indigenem Glauben und Katholizismus erschien mir sehr interessant.

Vielleicht sollte ich das nächste Mal auch einfach ein Huhn opfern, wenn ich krank bin.

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 13, 2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 13, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Blue Mountains

Ein bisschen Hinterland wollten wir dann schon auch noch sehen, wurden aber erst einmal enttäuscht. Wenn wir den typischen roten Boden mit den tollen großen Felsen sehen wollen würden, müssten wir stundenlang fahren und würden auf dem Weg dorthin höchstens mal einen Strommast sehen. In Ordnung, Vorschlag abgelehnt. Was dann? Die Blue Mountains wurden uns als gute Alternative ans Herz gelegt, denn sie sind nicht mal zwei Stunden von Sydney entfernt. Der Name „Blue Mountains“ kommt, soweit ich das verstanden habe, von den unendlich vielen Bäumen, die in der Gegend wachsen und die aus der Ferne betrachtet den Eindruck vermitteln, sie seien blau (so blau, wie der Schwarzwald schwarz ist).

Natürlich regnete es während unseres gesamten dreitägigen Aufenthalts in den Blue Mountains. Das machte aber nichts, wir hatten ja sonst immer Glück gehabt.

Das Hostel wirkte unsympathischer als die, die wir von Neuseeland her kannten. Alles war so riesig und nicht so heimelig. In Neuseeland hatte uns auch jemand, der zuvor durch Australien gereist war, gesagt, dass die neuseeländischen Hostels gegen die australischen wahre Paradiese seien. Auch egal, wir waren ja wegen der Landschaft da und so besorgten wir uns eine kleine Wanderkarte und los ging’s.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 7, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 7, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Sydney!

In Sydney gibt es einiges zu sehen! Natürlich darf das weltberühmte Sydney Opera House nicht fehlen, in dem wir sogar eine Aufführung von Mahler sahen. Das war ein tolles Gefühl und der Ausblick von der Terrasse des Opernhauses auf die Harbour Bridge war einmalig! Außerdem sahen wir noch den botanischen Garten, waren auf einer Studentenparty (verkleidet als griechische Göttinnen mittels ausgeliehener, weißer Kleider) und auf einer Party im Museum – einmalig wie die Musiker auf einer Bühne spielten und dabei von riesigen Dinosaurierskeletten umgeben waren! Im Museum kam ich dann auch in den Genuss, einen toten Hai in die Hand zu nehmen, mir eine Schlange um den Hals hängen zu lassen und in einer Lautlosdisko mit Kopfhörern zu tanzen. So ein Museum bräuchten wir hier auch!

Der berühmte „Taronga Zoo“ war toll, da gibt es wirklich viel zu sehen (unter anderem Kängurus, Wombats und Koalas). Nach etlichen Versuchen schaffte ich es auch, ein Bild mit einer Giraffe vor der Skyline zu schießen, wie ich es schon so oft gesehen hatte. Und Koalas sind ab jetzt meine neuen Lieblingstiere, die sind so süß!

Und auch das Nachtleben hat, soweit ich das beurteilen kann, einiges zu bieten. Fast hätte ich vor lauter Bars die Clubs der Stadt vergessen, doch dank Silvias Töchtern wurden Mara und ich am letzen Abend in Partykleidchen gesteckt und in ein paar Clubs mitgenommen. Einen besseren letzten Abend gibt’s nicht und so hatten wir auch keine Zeit wehmütig oder sentimental zu werden.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 2, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 2, 2012