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Freiwilligendienst im Ausland

Eine Reise in den Südosten Mexikos (Teil 1)

Autor:
Maja

Rubrik:
auszeit nach dem abi

21.08.2012

Nachdem ich wieder gesund war, konnten wir – Gavo und ich – endlich unsere Reise antreten. Im Prinzip hatten wir sie schon ewig geplant, die genaue Route haben wir aber erst zwei Tage vorher festgelegt. Das ist hier aber auch gar kein Problem, da man die Tickets für den Bus am Tag der Abreise für denselben Preis bekommt wie Wochen vorher. So kann man also recht spontan reisen. Von Mexiko Stadt aus sind wir sechs Stunden mit dem Bus nach Veracruz gefahren und das war nicht teuer, obwohl der Bus wirklich komfortabel war. Da es hier praktisch keine Eisenbahn gibt, wird sämtlicher Personentransport per Bus erledigt. Die Buslinien sind also groß und recht billig. Die Fahrt war ein Erlebnis: Wir haben einige der höchsten Berge Mexikos gesehen, sind durch fruchtbare Plantagengegenden gefahren und haben trockenere Gefilde mit Kakteen passiert. Mexiko ist extrem vielfältig in Bezug auf die Landschaft, aber auch in Bezug auf die Leute und das Essen. Das habe ich während der Reise auch später noch oft gemerkt.

In Veracruz konnten wir bei einer Freundin von Gavo wohnen und mit ihrer Hilfe die Stadt auch ein bisschen kennenlernen. Obwohl Veracruz am Meer liegt und es dort unglaublich feucht-heiß ist, ist baden nicht direkt zu empfehlen, weil das Wasser eher schmutzig und die Strände etwas hässlich sind. Dafür kann man am Malecon (der Strandpromenade) wunderbar spazieren gehen oder „San Juan Ulua”, ein ehemaliges Fort und Gefängnis, besichtigen. Außerdem haben wir noch einen Ausflug zu den nahegelegenen historischen Stätten „La Antigua”, wo sich die Ruinen des angeblich ersten Hauses von Cortes befinden und „Cempoala”, der Ruine einer Totonakenstadt gemacht.

Nach vier Tagen in Veracruz sind wir über Nacht mit dem Bus weiter nach Palenque gefahren. Gavo kannte einen wunderbaren Campingplatz im Urwald, wo wir für drei Tage geblieben sind. Für mich war allein schon der Campingplatz ein Erlebnis – ich hatte nämlich zuvor noch nie Urwald gesehen. Außerdem waren alle Gebäude sehr hübsch bemalt und die anderen Camper waren super nett. An einem Tag sind wir in einer größeren Gruppe zu nahegelegenen Wasserfällen gefahren. Man konnte dort im türkisen, wunderbar erfrischenden Wasser baden und die Höhlen hinter dem Wasserfall erkunden.

Wenn man Palenque hört, denkt man vielleicht an die Mayastadt. Vom Campingplatz aus war es nur ein kleiner Spaziergang dorthin. Palenque ist echt beeindruckend: viele Pyramiden, Paläste und Tempel sind noch erhalten, das Gebiet ist riesig und in Kombination mit dem Urwald ergibt sich eine ganz besondere Atmosphäre. Am letzten Tag in Palenque haben wir einen Ausflug zur Grenze nach Guatemala gemacht, um die historischen Städte Yaxchilan und Bonampak zu besuchen.

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