interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Ende einer halbjährigen Reise

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

04.09.2012

Im März 2011 war es dann so weit: Der Rückflug stand an. Und ich war bereit dazu, auch wenn man natürlich immer traurig und auch irritiert ist, wenn etwas zu Ende geht. Am Flughafen von Sydney checkten wir nochmal unsere Mails, was so schön war, denn viele meiner Freunde und Verwandten hatten geschrieben, dass sie sich auf mich freuten.

Die Rückreise war dann sehr anstrengend. 24 Stunden und nur eine kurze Pause in Singapur, um umzusteigen. Ich empfehle wirklich jedem eine längere Pause, wenn nicht sogar eine Übernachtung einzulegen. Als wir auf deutschem Boden aufsetzten, waren meine Beine geschwollen. Wie komisch es war, wieder in Deutschland zu sein. Der Körper reist schnell, aber die Seele muss erst mal hinterher kommen.

Und dann kam der Moment, als wir den gesicherten Bereich verließen und durch die Absperrung gingen. Es war so, so schön! Da standen meine Eltern und meine Cousine und ich spürte weder mein schweres Gepäck noch die Schmerzen. Auf dem Bild, das meine Mutter sofort von mir machte, strahle ich über das ganze Gesicht, ich konnte gar nicht mehr aufhören, so hab ich mich gefreut und auch meine Eltern und meine Cousine waren glücklich. Dann wurde ich noch von hinten angetippt und meine andere Cousine überraschte mich (sie hatte davor gesagt, sie könne nicht kommen). Wir saßen da, tranken Kaffee, grinsten uns an und konnten es nicht glauben. Ich war wieder daheim. In solchen Momenten regiert nur das Gefühl, wirklich realisiert ist noch lange nichts.

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