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Freiwilligendienst im Ausland

Was ich lernte, bewundere und was mich inspirierte (Teil 2)

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

14.09.2012

Mit ihrem Buch „Eat Pray Love“ inspirierte mich Elizabeth Gilbert. Das Buch, das auch verfilmt wurde, ist vor allem für eine Reise sehr empfehlenswert.

In Italien lernte sie, dass das Kolosseum zwar kaputt ist, aber dass man nur aus Ruinen etwas Neues bauen kann. Und sie lernte, das Leben zu genießen, das „dolce far niente“ oder „the sweetness of doing nothing“, denn die Amerikaner würden zu hart arbeiten und nur Pausen machen, wenn man ihnen sage, dass sie es verdient hätten.

In Indien besuchte sie ein Ashram, um zu meditieren. Dort traf sie Richard, der ihr sagte, dass sie das Sightseeing aufgeben solle, dafür habe sie noch viel genug Zeit. Vielmehr sei sie auf einer spirituellen Reise. Elizabeth entgegnet darauf, dass es doch schade um die vielen wunderschönen Dinge wäre, die es in Indien zu sehen gebe, nachdem sie extra um die halbe Welt gereist sei. Es sei doch Verschwendung, ihre Zeit ausschließlich an einem Ort zu verbringen. Richard entgegnete, dass sie auf ihn hören und die nächsten drei Monate jeden Tag meditieren solle. Er versprach ihr, dass sie anfangen werde Dinge zu sehen, die so wunderschön seien, dass sie Steine auf das Taj Majal werfen wollen werde.

Dieses Gespräch, das vielleicht auf den ersten Blick belanglos oder vielleicht auch unpassend wirkt, ist meiner Meinung nach äußerst hilfreich für jede Reise. Ich nenne es das „Paris-ohne-Eiffelturm-Prinzip“. Denn wenn man ein Land bereist und nur versucht, alle Sehenswürdigkeiten wie Punkte auf einer To-Do-Liste abzuarbeiten, dann läuft man Gefahr, die wirklich besonderen Dinge nicht zu sehen. Ich musste das erst lernen, da ich es gewohnt bin, die Kontrolle zu behalten und alles zu erreichen, was ich mir vorgenommen habe. Als ich aber bereit dazu war, Dinge auf mich zukommen zu lassen, begann der schönste Teil meiner Reise.

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