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Freiwilligendienst im Ausland

Das Leben nach der Reise

Wenn man ein halbes Jahr in einem fremden Land war, ist es, das kann wohl jeder bestätigen, der einmal weg war, ziemlich komisch, wieder in der (eigentlich) gewohnten Umgebung zu sein. Nachdem ich am Flughafen in Empfang genommen worden war, fuhren wir heim. Ich kam mir vor wie in einem Paralleluniversum. Da fallen einem tausend Sachen auf, die man vorher so nicht gesehen hatte. Als wir über die Autobahn fuhren, war ich sicher, dass es typische Farben gibt, die man nur in deutschen Landschaften sieht. Zudem war es ein eiskalter Tag, so kalt war es in Neuseeland nie.

Daheim angekommen frühstückten wir erst mal Vollkorn- und Laugenbrötchen. Wie hatte ich sie vermisst! Dann schleppten wir mein Gepäck in mein Zimmer (wie kann etwas gleichzeitig so fremd und doch so vertraut sein?). Ich versuchte krampfhaft wach zu bleiben, denn es ist wichtig, sich sofort auf die neue Zeit einzustellen. Ich dachte, ein heißes Bad könne die Strapazen des 24-Stunden-Flugs ausgleichen, aber das schaffte meinen Kreislauf nur noch mehr. Aber das war alles nicht so wichtig. Wichtig war erst mal, dass ich wieder daheim war.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 24, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 24, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Höflichkeit und das Filterprinzip

In vorherigen Blogs habe ich berichtet, was ich alles von tollen Menschen lernen durfte. Ich habe allerdings auch zwei Menschen getroffen, die mir unangenehm waren, die mich aber trotzdem etwas lehrten. Die eine Person war eine Holländerin, die wirklich nur schlechte Laune verbreitete. Ich war stark versucht ihr unfreundlich zu antworten, blieb aber höflich und siehe da, als sie abreiste, überließ sie mir ihren Essensvorrat. Ich will damit sagen, dass es immer das Ziel sein sollte, zu allen nett und höflich zu sein. Es ist eine Sache des Respekts und man weiß nie, wann man die Hilfe des anderen braucht.

Die andere Person war ein Texaner, der sich für den besten und klügsten überhaupt hielt. Bei ihm wandte ich einfach das Filterprinzip an, vergaß das Unnötige und bekam so trotzdem die Gelegenheit seine Erkenntnis zu teilen. Seiner Erfahrung zufolge ist die typisch deutsche Einstellung: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.“ Einmal fragte er uns bei der Feldarbeit völlig unvermittelt, mit welchen drei Wörtern wir alles, was wir über das Leben wüssten, ausdrücken würden. Ich erfuhr, dass er diese Frage allen Menschen, denen er auf der Reise begegnet war, gestellt hatte. Nach Nennung meiner Wörter, durfte ich die Liste dann sehen. Ich mache den Anfang:

1. Glaube, Liebe, Hoffnung

2. Lächle, Geduld, Menschen

3. Liebe, Vertrauen, Inspiration

4. unergründlich, geben, nehmen

5. Geburt, Leben, Tod

6. Always question everything

7. Frieden, Liebe, Reise

8. Pizza, Bier, Teilen

9. Nichts ist wirklich

10. Glaube, Freiheit, Erfahrungen

11. Folge deinem Weg

12. Just do it!

13. La belle vie

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 2, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 2, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Was ich lernte, bewundere und was mich inspirierte (Teil 4)

Nessa (Irland):

Auf einer der Wwoofing-Farmen trafen wir eine Irin, die uns das Motto für unsere Reise bescherte: „Why not?!“. Sag öfter „warum nicht?“ und bereichere dein Leben mit den dadurch entstehenden Erfahrungen: „Kommst du mit?“, „Warum nicht?“. „Würdest du mir helfen?“, „Warum nicht?“. „Springst du mit vom Boot?“, „Warum nicht?“ (Womit ich nicht sagen will, dass man nie „Why yes?!“ sagen sollte).

Lisandro (Argentinien):

„Ich lebe im Hier und Jetzt, was Morgen passiert weiß ich nicht. Wir wissen nur, was jetzt ist. Die Zukunft existiert nicht, also lass uns den Moment genießen.“

Konfuzius:

No matter where you go, there you are.

Lukas (Schweiz):

Lukas kommt aus einem kleinen, abgelegenen Dorf in der Schweiz und ich habe noch nie so einen entspannten jungen Mann wie ihn gesehen. Wenn ich mich über etwas aufregte und er gelassen „Nicht so schlimm“ sagte, fragte ich mich immer, was ich gerade als so furchtbar empfunden hatte. Er freute sich über die kleinsten Dinge und führte mir so vor Augen, dass es immer an einem selbst liegt, wie man das Leben nimmt. Zu ihm passt auch wunderbar das Zitat aus dem Lied „Everybody’s Free (To Wear Sunscreen)“: Sich Sorgen machen ist so effektiv wie eine Matheaufgabe durch Kaugummikauen lösen zu wollen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 28, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 28, 2012