interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Nach der Reise, vor der Reise?

Autor:
Miriam

Rubrik:
auszeit nach dem abi

05.11.2012

Durch die Reise habe ich mich verändert, doch sind keine vollkommen neuen Seiten zu Tage getreten. Vielmehr hat sich das bereits Bestehende weiter entwickelt beziehungsweise teils auch im positiven Sinn zurückentwickelt.

Ich bin beispielsweise gelassener und insgesamt zufriedener geworden. Ich habe jetzt viel mehr das Gefühl, wirklich das zu machen, was ich auch will und was zu mir passt, weil ich mich auf der Reise besser kennen gelernt habe. Außerdem bin ich aufgeschlossener geworden, weshalb ich hier manchmal enttäuscht bin, wenn etwa in der Mensa so viele fremde Menschen beisammen sitzen und trotzdem nicht großartig miteinander reden (im Gegensatz zu meiner Erfahrung in Hostels). Meine größte Lehre war eigentlich, dass ich mir nicht ständig Sorgen machen und nicht alles im Voraus planen soll, weil dann doch alles anders kommt und dann all die schlechten Gefühle und der Planungsstress umsonst waren. Natürlich lässt sich das leichter umsetzen, wenn man im Urlaub ist, aber auch das sollte man gelassen sehen. Viele von uns neigen dazu, immer die Kontrolle haben zu wollen. Aber wenn man die Zügel so fest hält, dann kann man nie etwas Ungeplantes erleben und sich überraschen lassen.

Mit meinen Eltern komme ich noch besser zurecht als vor der Reise, denn man sieht alles mit anderen Augen, wenn man es mal eine Weile nicht hatte. Aber abgesehen davon, hat sich unser Verhältnis eigentlich nicht verändert, da ich auch davor relativ frei in meinen Entscheidungen gewesen war.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.