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Freiwilligendienst im Ausland

Eat, pray, love

In Wellington sahen wir den Kinofilm „Eat Pray Love“, der auf dem Buch von Elisabeth Gilbert beruht, das wiederum eine wahre Geschichte erzählt. Es geht um eine Frau, die aus ihrem Alltag ausbricht und drei Länder bereist. In Italien isst sie unheimlich viel und genießt das Leben (Eat), in Indien findet sie zu sich selbst (Pray) und auf Bali lernt sie ihre große Liebe kennen (Love). Am Ende ihrer Reise stellt sie das „erste Gesetz der Physik der Suche“ auf:

„Wer mutig genug ist, alles Vertraute und Wohltuende, wie das eigene Haus oder alte Verletzungen, hinter sich zu lassen, sich auf die Suche nach innerer und äußerer Wahrheit macht und wahrhaft gewillt ist, alles, was auf der Reise passiert, als Schlüssel zu betrachten, und jeden, der ihm begegnet als Lehrer zu akzeptieren, sowie sich unangenehmen Realitäten stellt und sich verzeiht, dem wird sich die Wahrheit offenbaren.“

Versucht wirklich den ganzen Abi-Stress hinter euch zu lassen, im Studium oder in der Ausbildung bekommt ihr das alles wieder. Packt eure sieben Sachen, bereist ein Land und seht Dinge, die man als Daheimgebliebener niemals verstehen kann. Jetzt im Studium denke ich oft, wie froh ich bin, das getan zu haben. Ich sehe das Lernen nicht mehr so verkrampft und bin in Prüfungssituationen – aber auch allgemein – viel entspannter.

Meine Geschichte über meine Erlebnisse und Erfahrungen in Neuseeland endet hier.

Wo beginnt eure?

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 14, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 14, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Nach der Reise, vor der Reise?

Durch die Reise habe ich mich verändert, doch sind keine vollkommen neuen Seiten zu Tage getreten. Vielmehr hat sich das bereits Bestehende weiter entwickelt beziehungsweise teils auch im positiven Sinn zurückentwickelt.

Ich bin beispielsweise gelassener und insgesamt zufriedener geworden. Ich habe jetzt viel mehr das Gefühl, wirklich das zu machen, was ich auch will und was zu mir passt, weil ich mich auf der Reise besser kennen gelernt habe. Außerdem bin ich aufgeschlossener geworden, weshalb ich hier manchmal enttäuscht bin, wenn etwa in der Mensa so viele fremde Menschen beisammen sitzen und trotzdem nicht großartig miteinander reden (im Gegensatz zu meiner Erfahrung in Hostels). Meine größte Lehre war eigentlich, dass ich mir nicht ständig Sorgen machen und nicht alles im Voraus planen soll, weil dann doch alles anders kommt und dann all die schlechten Gefühle und der Planungsstress umsonst waren. Natürlich lässt sich das leichter umsetzen, wenn man im Urlaub ist, aber auch das sollte man gelassen sehen. Viele von uns neigen dazu, immer die Kontrolle haben zu wollen. Aber wenn man die Zügel so fest hält, dann kann man nie etwas Ungeplantes erleben und sich überraschen lassen.

Mit meinen Eltern komme ich noch besser zurecht als vor der Reise, denn man sieht alles mit anderen Augen, wenn man es mal eine Weile nicht hatte. Aber abgesehen davon, hat sich unser Verhältnis eigentlich nicht verändert, da ich auch davor relativ frei in meinen Entscheidungen gewesen war.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 5, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 5, 2012

Freiwilligendienst im Ausland

Die Tage und Wochen nach dem Heimkehren

Alle haben mir gesagt, dass wenn ich heimkommen würde, ich nach der anfänglichen Euphorie, in ein Loch fallen würde. Ein Loch, weil ich mich fehl am Platz fühlen würde, Neuseeland vermissen und doch gleichzeitig froh sein würde, wieder daheim zu sein.

Doch ein wirkliches Loch kam nicht. Das kann aber auch daran gelegen haben, dass ich mir recht früh schon einen Ferienjob gesucht habe. Dadurch kann man zum einen das Geld von der Reise teilweise wieder reinholen, und zum anderen ist man abgelenkt oder vielmehr gezwungen, sich wieder in „dieser Welt“ zurecht zu finden. Das Realisieren, dass meine Reise vorbei war, kam eher nach und nach, aber eigentlich war ich nie traurig, vielmehr habe ich mich auf den neuen Lebensabschnitt gefreut: die Studienzeit.

Doch genau ein Jahr nach meiner Rückkehr begann das sentimentale Zurückblicken, vor allem, wenn ich Enya hörte (sie sang Teile des „Herr der Ringe Soundtracks“ und ich unterlegte damit meine Diashow). Ja, wenn ich jetzt 1.500 Euro und Zeit übrig hätte, würde ich definitiv wieder dorthin fliegen, aber klar ist auch, dass es niemals wieder so werden kann, wie es damals war.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 29, 2012