interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Feliz año nuevo!

Autor:
Anni

Rubrik:
orientieren

09.01.2013

Ich möchte euch allen einen guten Start ins neue Jahr wünschen! Ich hoffe ihr habt die Feier- und Schlemmertage im Kreise von Freunden und Familie genossen. Für mich kann ich sagen, dass ich schon lange nicht mehr so sehr in Adventsstimmung war wie dieses Mal. Da kann man sich natürlich fragen, wie das bei lauschigen 15 bis 20 Grad geht. Ich glaube, es kam durch meine Adventskalender-Bastelei und das Glühwein-selber-machen. Einen Adventskalender mit Scherenschnitten und Fotorätsel habe ich meinen Eltern als Weihnachtsüberraschung geschickt. Einen zweiten Kalender habe ich für einen Freund gemacht. Diesen habe ich mit Gewürzen befüllt, damit er täglich einen Geruch erraten kann. Als ich auf dem Markt war, um die Gewürze zu kaufen, hatte der Verkäufer nur eine kleine Auswahl an Kräutern, dafür aber zwölf verschiedene Chili-Sorten, deren spezifische Eigenschaften er mir erklärte: Diese Chili ist zum Fisch, diese zum Hühnchen, diese für Mole, diese brennt scharf usw. Die Nase von meinem Freund hat jedenfalls ein paar Mal gebrannt…

Das Weihnachtsfest selbst war sehr ruhig. Ich traf mich mit einigen deutschen und mexikanischen Freunden zu einem Abendessen. Es kam auch die Familie des Gastgebers. Seine Mutter war extra aus Oaxaca angereist und bereitete Truthahn, Fisch und Ponche zu. Ponche ist ein nationales Weihnachtsgetränk, welches aus Früchten bereitet wird, die erhitzt und mit Gewürzen versehen werden. Der mit Wasser gemischte Fruchtsaft ist die Basis des Getränks. Es schmeckt in etwa wie Fruchtpunsch und wird manchmal mit einem Schuss Alkohol serviert.

Zwischen Weihnachten und Silvester musste ich noch eine Hausarbeit schreiben. Nach den sieben Stunden Arbeit bei Amnesty habe ich oft nicht mehr den Elan, mich nochmal konzentriert vor den PC zu setzen. Doch langsam neigt sie sich dem Ende zu und so konnte ich auch guten Gewissens ins neue Jahr starten.

Das Silvester-Fest war sehr schön. Wir trafen uns wieder zum Abendessen und frönten einiger deutscher Traditionen wie „Dinner for One“ und Bleigießen. Als wir dann schließlich los wollten, fuhren die öffentlichen Verkehrsmittel schon nicht mehr. Den Weg bis ins koloniale Zentrum von Coyoacan, einem schönen Stadtviertel von Mexiko-Stadt, haben wir trotzdem noch rechtzeitig geschafft, um in einer Kneipe zu verschwinden und mit Wunderkerzen, Tröten und den anderen Gästen den Countdown zu zählen.

Drei, zwei, eins – auf ins Neue! Ich bin richtig gespannt, was dieses Jahr bringt.

Morgen geht es jedenfalls erst mal in den Urlaub! Wandern und frische Luft schnappen, ein bisschen Erholung von der Mega-City.

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