interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Kubareise

Autor:
Maja

Rubrik:
auszeit nach dem abi

10.01.2013

Nachdem ich wieder gesund und munter war, bin ich mit zwei Freundinnen, die auch gerade auf Kuba waren, auf Reise gegangen. Die anderen beiden wollten unbedingt nach Santiago de Kuba, was mit dem Bus 15 Stunden von Havana entfernt ist, also ziemlich genau am anderen Ende der Insel liegt. Wir waren uns aber nicht sicher, ob das eine gute Idee wäre, weil dort vor einem Monat ein Wirbelsturm durchgezogen ist und einiges zerstört hatte. Außerdem es hieß es, dass es dort auch einige Fälle von Cholera gegeben hätte.

Deswegen haben wir beschlossen, uns langsam zu nähern und auf dem Weg mehr Informationen zu sammeln. So haben wir also auf dem Weg nach Südosten einige sehr lohnenswerte Zwischenstationen gemacht. Zunächst waren wir in Cienfuegos, benannt nach dem Revolutionär Camilo Cienfuegos. Dort waren wir vor allem an einem wunderbaren Strand, der „Rancho Luna” heißt. Dort gab es kaum Touristen, sodass man leicht in Kontakt mit den Kubanern kam und statt Autos fuhren dort fast nur Pferdekutschen herum. Wir hatten das Gefühl, als wären wir in der Zeit gereist.

In Trinidad und Camaguey haben wir einige schöne Tage verbracht und erfahren, dass man problemlos nach Santiago de Kuba fahren könne. So sind wir dann also letzten Endes doch nach Santiago, wo wir etwas länger blieben, weil es uns so gut gefallen hat, obwohl die Reste der Verwüstung durch den Wirbelsturm noch zu sehen waren. Teilweise waren die alten Häuser mehr verfallen als in anderen Städten und sowohl die Trinkwasser- als auch die Stromversorgung war noch nicht überall wieder hergestellt. Die Leute waren aber umso netter. Wir haben ein paar ganz wunderbare Ausflüge gemacht: Zu einer kleinen Insel im Hafenbecken von Santiago, zur Festung „El Morro” und zu einer Kaffeeplantage auf der früher Sklaven gearbeitet haben. Der schönste Tag für mich aber war, als wir auf den höchsten Berg der Sierra Maestra, den „La Gran Piedra”, gestiegen sind. Einerseits war der Blick beeindruckend, angeblich kann man von dort aus bis nach Haiti schauen, andererseits hat man das ganze Ausmaß der Verwüstung des Zyklons gesehen. Im Vergleich zu den Städten wird die Natur sicherlich Jahrzehnte brauchen, um sich wieder zu erholen.

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