interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Schiffsarbeit

Autor:
Maja

Rubrik:
auszeit nach dem abi

28.02.2013

Vor zwei Wochen bin ich mit der Fähre von Cancun auf die Fraueninsel gefahren und habe gehofft, schon aus der Ferne das Segelschiff zu sehen, auf dem ich arbeiten würde. Dem war aber leider nicht so. Weit und breit war kein einziger großer Traditionssegler zu sehen und auch die Hafenmeisterei hatte nichts von einem Schiff mit dem Namen „Thor Heyerdahl” gehört.

So habe ich also eine Nacht im Hostel verbracht und hatte am nächsten Morgen mehr Glück. Das Schiff war nämlich einen Tag später als geplant angekommen. Ich habe also zusammen mit meiner Freundin eine Koje auf dem Schiff bezogen. Am ersten Nachmittag hatten wir frei und so sind wir erst mal an den wunderbaren Karibikstrand der touristischen Insel gegangen. Es gab viel zu erzählen und zu besprechen, denn schließlich hatten wir uns einen guten Monat lang nicht mehr gesehen.

Die folgenden Tage waren dann weniger entspannt: Es wurde von acht bis zwölf und von eins bis fünf Uhr gearbeitet. Das war ich nach so viel Urlaub schon gar nicht mehr gewöhnt. Körperlich anstrengende Arbeit bei karibischen Temperaturen schon gar nicht. Aber nach ein paar Tagen war ich nach stundenlangem Schleifen, Streichen, Rost Entfernen und dem damit verbundenen Klettern gar nicht mehr so erschöpft. Auch das Kochen in der heißen, engen Kombüse wurde einfacher.

Für die harte Arbeit wurden wir mit netten Kollegen, gutem Essen und dem wunderbaren Erlebnis in einer Hängematte auf dem Schiff zu schlafen entlohnt. Abends beamten wir Filme auf eines der Segel und schufen damit unser eigenes Kino oder gingen im Zentrum weggehen und Salsa tanzen.

Nach zwei Wochen haben wir trotzdem beschlossen, dass wir das deutsche Schulschiff verlassen und lieber weiterziehen, da uns beiden gar nicht mehr so viel Zeit in Mexiko bleibt und wir lieber noch ein bisschen reisen wollten.

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