interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Regensburg in die engere Auswahl?

Autor:
Maja

Rubrik:
orientieren

29.04.2013

Inzwischen bin ich mir relativ sicher, dass ich Medizin studieren möchte. Vor einem Jahr hatte ich ja noch ganz andere Vorstellungen von meinem zukünftigen Beruf: Ich wollte Geographie oder vielleicht auch Politik studieren, um dann in einer Nicht-Regierungs-Organisation zu arbeiten. Nach einem viermonatigen Praktikum bei Amnesty International wusste ich aber, dass das aus verschiedenen Gründen nichts für mich ist. Da habe ich mich an meinen erinnert. Nach längerem Hin- und Herüberlegen und einigen Tagen im Uniklinikum in Mexiko-Stadt und in der Praxis meiner Tante, die Gynäkologin in den USA ist, bin ich mir jetzt relativ sicher: Ich will Ärztin werden.

Ich möchte das Studium im Oktober anfangen und wenn es gar nichts für mich ist, kann ich ja immer noch wechseln. Aber um im Oktober anfangen zu können, muss man sich ja jetzt schon bald bewerben. Als „Altabiturient“ ist für mich die Bewerbungsfrist für NC-pflichtige Fächer wie Medizin, Zahnmedizin etc. schon recht früh. Es ist ganz schön kompliziert sich so zu bewerben, dass man erstens einen Studienplatz bekommt und zweitens dort, wo man will. Um aber die richtigen Ortspräferenzen angeben zu können, muss man auch erst mal wissen, wohin man überhaupt will.

Ich bin zwar in meinem Leben schon viel gereist, muss aber zugeben, dass ich in Deutschland noch gar nicht so viel kenne. Klar, die Großstädte München, Berlin und Hamburg kennt man. Aber wer war schon mal in Greifswald, Rostock oder Mainz? Diese Städte kennt man wohl nur, wenn man in der Nähe wohnt. Im Moment recherchiere ich fleißig: Wie viele Leute leben in der Stadt? Wie viele Studenten gibt es? Wie hoch ist die Studentendichte? Was sagt das CHE-Ranking zur Uni? Aber selbst wenn man das alles weiß, hat man eigentlich noch nicht wirklich ein Bild von der Stadt und von der Uni. Also habe ich beschlossen, die für mich interessanten Unis und Städte anzuschauen. Da mein Papa vor ein paar Tagen geschäftliche nach Regensburg musste, dachte ich mir: Das ist doch die perfekte Gelegenheit!

Ich bin also mitgefahren. Eine Freundin hat netterweise Kontakt zu einem ihrer Freunde hergestellt, der dort Medizin studiert. Er war total nett und hat mir sämtliche Fragen beantwortet: Was sind Teilstudienplätze? Wie ist der Zusammenhalt unter der Studenten? Wie sieht es mit der Betreuung aus? Wie gefällt’s dir insgesamt? Freundlicherweise hat er mir auch die außerordentlich hässliche medizinische Fakultät gezeigt und das wunderhübsche Regensburg. Ich habe erfahren, dass die Bardichte hoch ist und dass es sich auch ansonsten sehr gut in Regensburg aushalten lässt.

Ich hatte totales Glück, an so einen netten Medizinstudenten geraten zu sein, der sich bei einem recht stressigen Studium noch Zeit für eine vollkommen Fremde genommen hat.

Im Endeffekt ist für mich Regensburg als zukünftige Unistadt sehr interessant: Nicht weit von zu Hause, schöne Stadt und gute Atmosphäre. Sicherlich werde ich aber in den nächsten Wochen noch ein paar weitere Universitätsstädte besuchen und vielleicht gefällt mir ja noch die eine oder andere.

Diesen Artikel teilen