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Freiwilligendienst im Ausland

Muttertag

Der 12. August ist ein besonderer Tag in Thailand. Denn seit 1976 wird in an diesem Tag Muttertag gefeiert. Außerdem ist er gleichzeitig der Geburtstag der Königin Sirikit. In diesem Jahr ist sie 82 Jahre alt geworden. Königin Sirikit ist mit dem jetzigen König Bhumibol Adulyadej, auch König Rama IX genannt, verheiratet, hat vier Kinder und trägt ihr Amt seit 1950.

Auf diesen Geburtstag und Nationalfeiertag bereitet sich das ganze Land schon Wochen vorher vor. Im ganzen Land werden Flaggen gehisst. Neben Nationalflaggen hängen die Leute auch gelbe und blaue Fahnen auf. Gelb ist die Farbe des Königs und Blau die Farbe der Königin. An den Gebäuden werden außerdem Girlanden, Lichterketten und Fotos der Königin angebracht. Auf öffentlichen Plätzen werden Bildnisse der Königin aufgestellt, die mit Blumen dekoriert werden. Außerdem hat man an verschiedenen Orten die Möglichkeit, sich in ein Buch einzutragen, um Sirikit einen Wunsch zu hinterlassen.

Am 12. August findet dann in Bangkok ein riesiges Fest zu Ehren der Königin statt. Morgens gibt es einen Umzug zum Königspalast, dort werden dann Blumen an die Vertreter der Königin überreicht und Lieder gesungen. Am Abend hält die Königin dann bei einer Zeremonie im „Queens Garden“ eine Rede.

Ich habe den Muttertag mit meiner Gastfamilie in Suphan Buri bei den Großeltern verbracht. Nach alter Tradition haben wir zunächst die beiden Großmütter und dann meine Gastmutter geehrt. Dafür haben wir vor ihnen gekniet und ihnen als Zeichen der Dankbarkeit und Liebe weiße Jasmin-Blüten und Girlanden überreicht. Die Blüten symbolisieren dabei die Reinheit der mütterlichen Liebe, die nie vergeht. Für mich war dieser Tag ein ganz besonderes Erlebnis. Vor meiner Gastmutter zu knien und ihr Blüten zu überreichen, hat mich wirklich geführt. Ich freue mich sehr darüber, dass meine Gastfamilie mich so liebevoll und warmherzig aufgenommen hat und mich an diesem Ritual hat teilnehmen lassen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  Aug 27, 2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
Aug 27, 2014

Freiwilligendienst im Ausland

Midterm Exams

Vergangene Woche haben an meiner Schule die „Midterm Exams“ stattgefunden. Das sind die schriftlichen Klausuren in der Mitte des ersten Schulhalbjahres. In einem ganzen Schuljahr gibt es zwei „Midterm Exams“ nach jeweils drei Monaten, und zwei „Final Exams“, am Ende. Während einer gesamten Woche findet dann kein Unterricht statt, sondern nur Prüfungen. Von morgens bis in den späten Nachmittag müssen sich die Schülerinnen den verschiedenen Klausuren stellen. Jeden zweiten Tag haben sie fünf bis sechs Prüfungen in den verschiedenen Fächern, in der gesamten Woche werden sie also in fünfzehn Fächern abgefragt und geprüft. Den freien Tag zwischen den Klausuren nutzen sie zur Vorbereitung. Eine Klausur dauert ein bis zwei Stunden und besteht eigentlich im Prinzip aus einem Multiple-Choice-Test. Es gibt manchmal auch kleine Schreibaufgaben, aber auch dabei werden nicht mehr als höchstens zehn Sätze verlangt. Das große Schreiben, wie ich es aus Deutschland kenne, gibt es hier nicht, und viele Vokabeln muss man auch nicht wissen. Rechtschreibung wird eigentlich gar nicht abgefragt. In der gesamten Schulzeit muss man eigentlich keine schriftlichen Klausuren absolvieren, man muss nur ein paar Kreuze machen. Verrückt oder?

Auf der einen Seite ist es natürlich praktisch, besonders für uns Lehrer, aber für die Schüler nochmal viel mehr, denn sie müssen keine seitenlangen Aufsätze und Analysen schreiben oder Mathematikaufgaben lösen. Außerdem bekommen sie die richtige Antwort schon vorgegeben und müssen sie nur noch von den falschen unterscheiden. Andererseits üben sie viel weniger und beherrschen die Rechtschreibung kaum, wie mir auffällt.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  Aug 5, 2014
Autor: Julia Z.
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Aug 5, 2014

Freiwilligendienst im Ausland

English-Camp

An meiner Schule werden neben Englisch auch Deutsch, Französisch, Japanisch und Chinesisch angeboten und es gibt sogar einen eigenen Fachbereich für die verschiedenen Sprachen. Besonders unterstützt werden Englisch und Deutsch. Es gibt ausländische Lehrer wie mich, die die einzelnen Fremdsprachen unterrichten und damit den Schülerinnen der Mädchenschule die Gelegenheit bieten, die Sprache von einem Muttersprachler zu erlernen. Und es werden Camps veranstaltet, bei denen die Schülerinnen ihre Kenntnisse vertiefen können. Und so durfte ich als Aushilfslehrerin bei einem English-Camp mithelfen. Am Anfang habe ich mir die Frage gestellt, wie genau so ein Camp wohl ablaufen wird und was genau man den Teilnehmern in vier Tagen beibringen wird. Denn solche Wochenenden wie dieses, an denen man eine Sprache intensiv trainiert, kannte ich aus meiner Schulzeit in Deutschland nicht.
Insgesamt haben hundert Schülerinnen und Schüler sowie 36 Lehrerinnen und Lehrer aus neunzehn unterschiedlichen Schulen des Bezirks teilgenommen. Es war wie ein Ferienlager, auf dem das Ziel ist, so viel Englisch wie möglich zu sprechen, seinen Wortschatz zu erweitern und die Sprache intensiver zu erlernen. Auf dem English-Camp entstanden deshalb auch viele neue Freundschaften. Ich habe eine eigene Station bereut, bei der es um „Seaside Fun“, „Famous Cities“ und „Weekend Weather“ ging. Die Schüler nahmen an lockeren Unterrichtsstunden teil, haben aber auch viel selbst erarbeitet. Außerdem gab es viele englische Lieder und Spiele, die die Stimmung deutlich aufgelockert haben. Insgesamt war das English-Camp eine interessante und spannende Erfahrung, weil ich zum ersten Mal gemischte Gruppen, also Jungs und Mädels, unterrichtet habe. Intensive Sprachkurse wie diese sollte man auch in Deutschland anbieten, denn für die Schüler ist es eine einmalige Möglichkeit, die Sprache intensiver zu trainieren, ohne viel Geld für eine Reise ins Ausland ausgeben zu müssen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  Jul 24, 2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
Jul 24, 2014