interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Wie bin ich eigentlich in Spanien gelandet?

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

08.02.2016

Direkt nach dem Abitur zu studieren – das kam für mich eigentlich nie in Frage. Schon als es noch Jahre entfernt war, kannte ich schon verschiedene Programme, mit denen ich ins Ausland gelangen könnte. Am liebsten hätte ich so viel wie möglich in dieses eine Jahr nach dem Abi gepackt: Vielleicht ein halbes Jahr nach Frankreich und noch ein halbes Jahr nach Afrika oder doch erst als Au-pair arbeiten und danach noch Freiwilligendienst machen?

Als es aber langsam ernst wurde, wurde mir schnell klar, dass das wohl eher nicht klappen würde. Mir wurde klar, dass es mir vermutlich viel mehr bringt, eine längere Zeit in nur einem Land zu verbringen. Erst hatte ich Frankreich im Kopf, immerhin hatte ich in der Schule fünf Jahre lang Französischunterricht; eigentlich wollte ich aber viel lieber nach Spanien, auch wenn ich kein Wort Spanisch sprach.

Bewusst habe ich mich dann für den Europäischen Freiwilligendienst entschieden: Der Gedanke an einen Austausch zwischen Jugendlichen aller europäischen Länder und die vielen verschiedenen Projekte dazu haben mich spontan begeistert. In einer Projektdatenbank habe ich nach interessanten Angeboten gesucht und schließlich über 300 E-Mails verschickt. Ein Jahr im Voraus habe ich angefragt, ob das jeweilige Projekt noch Freiwillige für das kommende Jahr sucht – dabei leider nur mehr oder weniger 30 Antworten bekommen. Ich wollte zwar unbedingt nach Spanien, doch das Land scheint bei Freiwilligen einfach so beliebt, dass es schwierig ist, dort einen Platz zu finden. Daher hatte ich Schweden, Belgien oder Luxemburg bald ebenso im Hinterkopf.

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