interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Wie bin ich eigentlich in Spanien gelandet? – Teil 2

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

15.02.2016

Es folgten unzählige Motivationsschreiben, dann Fragebögen, die ausgefüllt werden wollten, schließlich Einladungen zu telefonischen Gesprächen oder Skype-Unterhaltungen. Als ich mit einem Jugendzentrum in Marseille telefonierte, war die Verbindung so schlecht, dass wir das Vorstellungsgespräch beenden mussten und ich danach nie wieder von dem Projekt gehört habe. Ein Projekt in Murcia erschien mir so religiös und spirituell, dass meine Eltern Angst bekamen, ich könnte in einer Sekte landen. Bevor ich mit der Universidad Autónoma de Madrid, meinem heutigen Aufnahmeprojekt, skypte, schlug meine Mutter vor, dass ich doch wenigstens vorab ein bisschen Spanisch lernen könnte. Da sie selbst Spanisch und Englisch studiert hat, half sie mir dabei, einen kurzen Vorstellungstext über mich zu schreiben – mehr zum Spaß, dachte ich. Nachdem die Ansprechpartnerin und ich uns zuerst auf Englisch unterhielten, kam plötzlich die Frage, ob ich denn schon ein wenig Spanisch sprechen könnte und mich zum Beispiel auf Spanisch vorstellen könnte. Konnte ich nicht, aber den Text ablesen, das konnte ich schon. Im Endeffekt glaube ich, dass ich wirklich Glück hatte, ein so gut zu mir passendes Projekt gefunden zu haben: Es dreht sich in dem Projekt beispielsweise um die Arbeit mit Menschen mit Behinderung und ich habe schon während meiner Schulzeit ehrenamtlich mit Menschen mit Behinderung gearbeitet zu haben. Drei Tage nach dem Skype-Gespräch kam die Zusage von dem Projekt. Daraufhin musste sich die Universität jedoch erst noch mit mir und meiner französischen Projektpartnerin bei der spanischen Erasmus-Agentur bewerben, um die Gelder für unseren Freiwilligendienst bewilligen zu lassen.

Im Mai saß ich gerade bei einem der letzten Besprechungen unseres Abiturzeitungsgremiums, als ich die E-Mail aus Madrid bekam, dass das Projekt genehmigt war und ich meinen Flug buchen könnte – ihr glaubt gar nicht, wie froh ich damals war!

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