interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Abschiedsgedanken

Autor:
Lea

Rubrik:
orientieren

09.03.2016

Meine letzte Woche in Potosí bricht an. Nach dem sechsmonatigen Freiwilligendienst in Boliviens höchstgelegener Stadt geht dieser Traum langsam auf sein Ende zu. Doch hoffe ich dass es nicht nur ein Traum war. Ich wünsche mir, dass die Kontakte, die ich geknüpft und die Freundschaften, die ich geschlossen habe, nicht zerbrechen. Ich will, dass alles, was ich hier gemacht habe, nicht in Vergessenheit geraten und mich die Mitarbeiter und Kinder in guter Erinnerung behalten. Die Zeit wird langsam knapp, die paar Projekte zu beenden, die ich mir vorgenommen habe. In der kommenden Woche möchte ich noch Regentonnen installieren, denn das Wasser, das momentan vom Dach aufgefangen wird, wird nur auf die Erde geleitet und keinem neuen Zweck zugeführt und das in so einer trockenen Gegend wie Potosí. Doch zum Glück habe ich letzte Woche Gesellschaft bekommen: Ein deutscher Student der sozialen Arbeit wird ab jetzt ein sechsmonatiges Praktikum hier machen. Zwar arbeitet er mehr mit den NAT´s, der Gewerkschaft der arbeitenden Kinder von Potosí, wird aber auch zwei Tage in der Woche in Yachay Mosoj, meiner Organisation, aushelfen. So weiß ich, dass alles hier in guten, motivierten Händen bleibt.

Yachay Mosoj musste zum Jahr 2016 einen neuen Antrag bei seinen Unterstützern stellen und so bot sich eine Gelegenheit, die Arbeit der letzten Jahre zu reflektieren und ein neues Konzept zu initiieren. Dort brachte ich mich so gut ich konnte mit meinen eigenen Ideen und Vorschlägen ein, um das Projekt organisierter zu gestalten, da im letzten Jahr einiges drunter und drüber lief.

Nebenbei sind auch meine Papiereimer schön geworden. Ich habe außerdem noch ein Plakat zum Thema Umweltschutz und wie jeder dabei mitmachen kann gestaltet. Ein weiterer Plan ist es, über jedem Wasserhahn kleine Schlider mit der Aufschrift „Schlie? den Wasserhahn“ anzubringen, da viele Kinder und Mütter das einfach vergessen und es so mal vorkommen kann, dass wir kein Wasser mehr haben.

Ich hoffe, dass diese Dinge, auf die ich mein Team hingewiesen habe, auch noch weiterhin eingehalten werden und dem Projekt ein bisschen mehr Ordnung bringen. Ich werde auch von Deutschland aus mein Möglichstes tun, um meine Freunde hier weiterhin zu unterstützen.

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