interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Wiedersehen macht Freude

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

07.04.2016

Bei meinem Europäischen Freiwilligendienst, der mehr als sechs Monate dauert, gehören zwei Seminare obligatorisch dazu: In Spanien nennen wir sie „Formación a la llegada“, wörtlich übersetzt „Seminar bei der Ankunft“, sowie „Evaluación Intermedia“, also eine Auswertung nach der Hälfte des Freiwilligendienstes.

Als ich fünf Stunden lang im Bus saß, um von Madrid nach Mollina in der Nähe von Málaga zu fahren, lagen noch fünf Monate und damit mehr als die Hälfte meines Dienstes vor mir. Dennoch fand ich den Zeitpunkt im Endeffekt perfekt: Zwei Wochen, nachdem ich von meinen Deutschlandurlaub wiedergekommen war, war in Madrid doch noch ein wenig der Winter eingebrochen, wegen Prüfungen an der Uni hatten viele Projektmitarbeiter keine Zeit und deshalb gab es nicht viel zu tun. Meine Motivation sank. Umso besser, einmal aus dem Alltag herauszukommen und zahlreiche weitere Freiwillige kennenzulernen, die aus den verschiedensten europäischen Ländern kamen.

Untergebracht in einem Bungalowdorf verbrachten wir dort eine aufregende Woche: Insgesamt waren wir über hundert Freiwillige, wurden aber für die Zeit des Seminars in kleine Gruppen aufgeteilt. Besonders freute ich mich darüber, dass ich einige Freunde von meinem ersten Seminar wiedersehen durfte. Hatten wir damals noch Spanischunterricht, sah es inzwischen ganz anders aus: Es gelang uns tatsächlich, die gesamte Woche über ausschließlich Spanisch zu reden. Gegenseitig stellten wir uns unsere Projekte vor und besprachen mit unseren Seminarleitern vor allem einige organisatorische Aspekte.

Am zweiten und dritten Tag warfen wir einen Blick in die Zukunft: Wir sprachen über den „Youthpass“, ein Dokument, das uns dabei helfen soll, abschließend über unseren Freiwilligendienst zu reflektieren, und malten ein fiktives Projekt auf, um anschließend darüber zu sprechen, wie man es in die Realität umsetzen könnte. Was ich aus der Woche mitnahm, war vor allem eine große Portion Motivation, jede Menge Tipps und Anregungen und ganz viel Lust, in den kommenden Monaten noch viel mehr zu reisen!

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