interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Tätowierung und Tortilla

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

30.06.2016

Tätowierung und Tortilla haben auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun. Für mich aber schon, denn es sind zwei Dinge, die ich aus Spanien mitnehmen werde. Und beides hat eine besondere Bedeutung für mich.
Bereits seit Anfang meines Freiwilligendienstes mache ich bei einem Sprachaustausch mit: Zweimal pro Woche bin ich bei einer spanischen Familie, deren Eltern zwar kein Deutsch sprechen, deren siebenjährige Tochter aber auf eine deutsche Schule geht. Wenn ich bei ihr bin, lesen wir gemeinsam, kneten oder spielen Tennis – Hauptsache wir sprechen dabei Deutsch. Im Gegenzug lerne ich aber auch viel Spanisch, beispielsweise beim Gespräch mit den Eltern, beim Spielen mit dem Bruder, der nur Spanisch spricht, oder beim gemeinsamen Kochen. Nachdem ich einmal gesagt hatte, dass ich mit Begeisterung Tortilla, eine gebratene Mischung aus Ei, Kartoffeln und Zwiebeln, zum Frühstück esse, versprachen sie mir, es einmal mit mir zu kochen. Einige Wochen später stand ich dann mit Notizblock und Kugelschreiber in der Küche, um mir zu notieren, wie das mit der Tortilla funktioniert.
In derselben Woche habe ich mir außerdem einen kleinen Traum erfüllt: ein Tattoo. Bereits seit dem ersten Monat meines Freiwilligendienstes spielte ich mit dem Gedanken, mir als Erinnerung ein Tattoo stechen zu lassen. Ich hatte mich für den Schriftzug „libertad“ (Freiheit) entschieden. Eigentlich wollte ich nur einen Termin ausmachen, doch als ich das Tattoostudio betreten hatte, war ich mir so sicher, dass ich einige Stunden später mit dem Schriftzug auf dem Rücken das Studio verließ. Ich bin überaus glücklich mit meiner Tätowierung!

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