interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Ab in den Norden

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

20.01.2017

Für meine letzten Reisen während meines Freiwilligendienstes in Spanien hatte ich mir ein Ziel gesetzt: Ich wollte unbedingt in den Norden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Tickets für Portugal und Barcelona schon gebucht, in Andalusien und der Comunidad Valenciana war ich schon mehrmals gewesen, rund um Madrid hatten wir sowieso einige Ausflüge gemacht. Was fehlte also noch? Genau, der Norden, denn auch wenn es Touristen oft ganz typisch in den wärmeren Süden zieht, hatte ich in Spanien unheimlich viel Gutes über die Natur und die Landschaft dort oben gehört!
Eher zufällig und aus organisatorischen Gründen fiel die Wahl auf Gijón, eine eher kleinere Stadt, die ich an diesem Wochenende aber lieben lernen würde! Meine französische Projektpartnerin hatte mich zuvor immer vorgewarnt, der Norden ähnele vielleicht zu sehr Frankreich oder Deutschland, während der Süden eher dem Klischee von Spanien entspricht – begeistert war ich aber so oder so. Den letzten Tag nutzte ich dazu, einige Stunden lang an der Küste herunterzulaufen, und war fasziniert von dem tollen Ausblick aufs Meer und dem vielen Grün entlang der Küste.
Nur eins vergaß ich bei so viel Begeisterung glatt: Spanien ist generell ein warmes Land und auch im Norden kann die Sonne sehr stark sein, auch wenn man nicht gleich in Andalusien ist. Sonnencreme hatte ich für dieses Wochenende für unnötig gehalten und als ich am Samstagabend im Bus saß, um die knapp fünf Stunden Fahrt nach Madrid anzutreten, wurde mir zuerst schwindelig und dann bekam ich Kopfschmerzen. Als ich zu Hause ankam und in einen Spiegel blickte, wurde mir auch schnell klar warum: Hatte ich in meinem ganzen Spanienjahr bis dahin noch keinen Sonnenbrand gehabt, war meine Haut nun krebsrot. Die Lektion, die ich daraus lernte: In Spanien scheint auch im Norden kräftig die Sonne!

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