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Freiwillgendienst im Ausland

Regenbogenfahnen

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

02.02.2017

In den ersten Wochen in Madrid habe ich mich manchmal gefragt, ob es wohl besser wäre, wenn ich im Zentrum der Großstadt wohnen würde. Zwar habe ich Anbindung an die Metro, aber bis ins Zentrum brauche ich trotzdem knapp 30 Minuten. Dafür fahre ich aber auch nur 30 Minuten bis zur Arbeit, die in entgegengesetzter Richtung vom Zentrum liegt. Die vielen Events in Madrid haben mir aber gezeigt, wie gut es sein kann, etwas außerhalb der Stadt zu wohnen. Ein Event, auf das wir Europäischen Freiwilligen uns schon seit langem freuten, war die Madrid Orgullo, die spanische Version der Gay-Pride-Parade. Schon einige Tage zuvor bekam man jede Menge von dem Event mit, das in Madrid groß gefeiert wird: Die Fast-Food-Restaurants hatten beispielsweise die typischen Regenbogenfahnen aufgehängt und auch einige Metrostationen wurden in den Farben gestrichen. Und natürlich füllte sich die gesamte Stadt mehr und mehr mit Menschen, die die Regenbogenfahne bei sich trugen – ein wirklich tolles und kunterbuntes Spektakel!
Am Festtag standen wir also am Bahnhof von Atocha am Straßenrand und erfreuten uns an der Parade, die durch die Straße zog. Als wir am Abend jedoch hungrig wurden, war von den Fast-Food-Ketten bis zu den noblen Restaurants tatsächlich alles so voll, dass wir fast 30 Minuten mit der Metro fahren mussten, um etwas essen zu können – in einer so vollen Stadt war ich dann froh, nachts in ein ruhigeres Viertel zurückkehren zu können.

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