interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Dorfleben - Teil 1

Autor:
Hannes

Rubrik:
orientieren

16.05.2018

Abends erreichten wir das Ziel unserer Reise: Kayanga, ein kleiner Ort im Nordwesten Tansanias, der auf Google Maps nicht mal mit Straßen angezeigt wird. Für die nächsten zweieinhalb Monate sollte ich also hier wohnen. Wir konnten bei den Katabaros wohnen, den Schulgründern von Katempris. An ihrer Schule sollte ich nun als Freiwilliger arbeiten.
Zusammen mit vier Dänen, die auch gerade ihren Schulabschluss in der Tasche hatten, bezog ich einen Teil des Hauses, der speziell für die Freiwilligen eingerichtet ist. Dort hatten wir eine eigene kleine Küche mit Gasherd und Esstisch, jeder sein eigenes Zimmer sowie Badezimmer mit westlichen Keramiktoiletten und Duschen mit fließendem, warmem Wasser.
Um besser zu verstehen, was für einen Luxus das war, muss ich euch kurz ein normales tansanisches Haus beschreiben: Dieses ist einfach und klein gebaut. Es gibt einen Wohnraum, der gleichzeitig auch als Küche und Esszimmer dient. Gekocht wird zumeist auf Herden, die mit Holzkohle betrieben werden. Die Toiletten sind in den Boden eingelassen und somit zum Hocken. Auch fließendes Wasser ist durch die völlige Abwesenheit von entsprechender Infrastruktur keine Selbstverständlichkeit. Wasser aus dem Wasserhahn hat nur, wer das Regenwasser auffängt und in einen Mini-Wasserturm pumpt.
Wir hatten im Wohnbereich für uns Freiwillige also einiges, was nicht zum Standard gehörte. So war der Kulturschock auch nicht allzu groß – fürs Erste.

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